«Kuoni hat in der Sommersaison Marktanteile gewonnen», erklärte Thomas Goosmann, CEO Kuoni Schweiz, letzte Woche an einer Medienkonferenz selbstbewusst. Präzis mit Zahlen unterlegt wurde die Aussage zwar nicht, Gossmann lieferte aber die aus seiner Sicht entscheidenden Faktoren dazu: «Wir bieten viele Exklusivitäten, konnten dank dem stabilen Euro sauber kalkulieren und haben im Online-Bereich extremes Wachstum verzeichnet.»
Letzteres lässt sich besser belegen: Die Online-Buchungen seien bei kuoni.ch und helvetictours.ch im ersten Halbjahr um 50% gewachsen, bei lastminute.ch gar um 161%, wobei diese Website erst im Januar einen kompletten Relaunch erfuhr und daher das Wachstum nicht sehr aussagekräftig ist. Zurückgeführt wird dieses Wachstum auf die Einführung einfach buchbarer Reiseangebote mit dynamischen Preisen.
Destinationsseitig liefen bei Kuoni im aktuellen Jahr vor allem Griechenland, Zypern, Spanien, die Türkei, die Emirate und der Oman sowie, auf tieferem Niveau, Marokko gut. Weiterhin unbefriedigend sei die Nachfrage für Tunesien sowie Italien; Ägypten ist in der Schwebe (siehe Bericht Seite 7). Wie auch immer sich Ägypten entwickelt: Kuoni Schweiz werde sicher schwarze Zahlen schreiben, sagt Goosmann.
Insgesamt basiert die Winter-Flugplanung auf dem Vorjahr mit leicht weniger Kapazität, aber höheren Pax-Zahlen. In Bezug auf die Preisentwicklung legt sich Kuoni nicht fest: «Da es keine saisonalen Preise mehr gibt, sondern nur noch Basisverträge mit den Hotels und dahinter eine dynamische Preisgestaltung, machen wir keine Aussagen zu einer prozentualen Preisentwicklung», erklärt Goosmann. Günstiger werden jedenfalls die Karibik und Mexiko, die Malediven, Tunesien und Marokko. Teurer werden Angebote für die Kanarischen Inseln, die V.A.E., den Oman sowie Asien generell.
JCR



