Mit Frequenzsteigerung geht Intersky in die Offensive (Ausgabe 2010-05)

Die Produktion wird um 10% erhöht, das soll 50000 Passagiere mehr generieren.
Die Zahlen 2009 für die ab dem Flughafen Friedrichshafen operierende und in Bregenz beheimatete österreichische Intersky werden zwar erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht, trotzdem zieht Managing Director Claus Bernatzik eine erste Bilanz: «Unser Ziel ist ein vernünftiges Wachstum, aber nicht um jeden Preis. Es war kein leichtes Jahr. Wir haben vorsichtig agiert und rechnen trotz eines Rückgangs beim Umsatz und den Passagieren, auch bedingt durch Kapazitätsanpassungen nach unten, mit einer roten oder einer schwarzen Null.»
Für 2010 sieht Bernatzik einen Silberstreifen am Horizont: «Durch die gewährten Preisreduktionen ist die Passagierzahl in den letzten Monaten stetig gestiegen. Von November bis Mitte Januar verzeichneten wir 20% mehr ausgestellte Tickets als in der gleichen Vorjahresperiode, dies bei weniger Flügen.» Ab dem Sommerflugplan per Ende März wird das Angebot nun wieder ausgebaut. Es sei nicht die Zeit für grosse Experimente, Frequenzen auf bestehenden Routen zu steigern, bringe mehr Erfolg, so Bernatzik. 
In diesem Zusammenhang schliesst er eine spätere Rückkehr von Intersky an den People’s Business Airport St.Gallen-Altenrhein nicht aus, «jedoch nur in einer Partnerschaft, zum Beispiel mit AUA, aber nie aktiv in Konkurrenz auf gleichen Strecken».
Die Produktion wird 2010 über das gesamte Jahr gesehen um 10%, zwischen April und Oktober um 15% gesteigert. Bernatzik rechnet mit rund 50000 Passagieren mehr als 2009 (2008 waren es 210000 Passagiere, die Zahlen für 2009 sind noch nicht bekannt). «Die Auslastung werden wir verbessern können, der Umsatz pro Passagier wird sich aber eher rückläufig entwickeln.
Regulär werden alle Flüge ab 49,99 Euro für one-way inkl. aller Steuern und Taxen angeboten, das entspricht einer Preissenkung von bis zu 20% gegenüber den bisherigen Einstiegspreisen. Punktuelle Sonderaktionen, um das Geschäft noch mehr zu stimulieren, schliessen wir nicht aus», erklärt der Airline-Manager.
Im Sommerflugplan wird die Bodensee-Airline ab Friedrichshafen wieder nach Neapel fliegen, auf Korsika Calvi statt Bastia bedienen, statt innerhalb eines Dreiecksflugs Pula direkt anfliegen, die Verbindungen nach Köln und Wien aufstocken und via Graz eine Verbindung nach Naxos auflegen. 
Zum ersten Mal wird Friedrichshafen für Intersky auch zum touristischen Hub. Intersky-Passagiere ab Hamburg, Köln und Berlin haben am Bodensee-Airport Anschluss an die Flüge nach Elba und Zadar, nach Elba auch von Wien aus. 
Insgesamt bietet die Airline, die eine Flotte von vier Dash 8/300 Quiet mit Ledersitzen unterhält, im Sommer wöchentlich 52 Flüge zu 14 Destinationen an. Bereits im April soll der Winterflugplan 2010/11 feststehen und für Buchungen freigeschaltet werden.
Urs Hirt
Intersky in der Ostschweiz
Rund zehn Prozent der Intersky-Passagiere ab Friedrichshafen stammen aus der Ostschweiz. «Wir sind und bleiben der Region verbunden. Das unterstreicht auch unsere Zusammenarbeit mit dem in Götzis domizilierten Reiseanbieter High Life, der uns jährlich rund 10000 Passagiere bringt, darunter auch zahlreiche Schweizer. Zudem läuft unsere Verbindung Zürich–Elba sehr gut», führt Claus Bernatzik aus.
UH