Montenegro Airlines startete ihren Betrieb 1994 und fliegt seit Ende 1999 auch in die Schweiz. Zunächst gab es Flüge in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica sowie nach Tivat. Zwischen 2003 und 2006 wurden zudem die serbischen Städte Belgrad und Nis ab Zürich angeflogen. Heute bedient die Airline nur noch die Strecke nach Podgorica.
Seit 2001 verfügt Monte-negro Airlines auch über ein Büro in der Schweiz. Das dreiköpfige Team im Zürcher Flughafen-Büro steht seit einem Jahr unter der Leitung von Direktorin Zana Kalezic. Zuvor war sie sechs Jahre lang als Sales Manager in Zürich tätig.
Noch bis Ende März 2013 wird ZürichPodgorica drei Mal wöchentlich bedient, von April bis Mitte Juni fünf Mal und bis Mitte September dann täglich. Danach wird bis Oktober wieder auf fünf bzw. ab November 2013 auf drei wöchentliche Flüge reduziert. «Charterflüge sind für 2013 derzeit keine geplant. Aber je nach Flottenverfügbarkeit wird in der Hochsaison ein Zusatzflug aufgelegt», so Kalezic.
Für 2012 geht die gebürtige Montenegrinerin von rund 37000 Passagieren auf der Strecke ZürichPodgoricaZürich aus. Dabei handle es sich bei ca. 80% um ethnischen Verkehr. Mit der Auslastung von durchschnittlich rund 70% zeigt sie sich zufrieden.
Montenegro Airlines betreibt eine Flotte von acht Flugzeugen: fünf Fokker 100 (102 bis 108 Plätze) sowie drei Embraer 195, welche die Airline in den Jahren 2008 bis 2010 neu übernommen hat. «Im 2013 werden wir eine weitere Embraer 195 erhalten und das Management von Montenegro Airlines sieht vor, von 2014 bis 2016 weitere Embraer-Maschinen mit 70 Sitzplätzen in die Flotte zu integrieren und die Fokker 100 auszumustern», erklärt Kalezic.
Für die Zukunft wünscht sich die Managerin ein Tourismusbüro für Montenegro in Zürich und hat diesbezüglich auch schon verschiedene Gespräche geführt. Denn ein Ziel steht für Kalezic fest: Sie will das Geschäft in der Schweiz weiter ausbauen. Die «Early Booking»-Aktion mit Verkauf bis 20. Februar für Flüge in der Sommersaison 2013 soll ebenfalls einen Teil dazu beitragen.
Simon Benz



