Neue Kuoni-Struktur hinterlässt Spuren bei Produkt und Personal (Ausgabe 2013-23)

Aufgrund der Produktionsauslagerung an die Töchter streicht Kuoni zehn Stellen.

Kuoni Schweiz schafft in den nächsten Wochen verschiedene «Kompetenzzentren» im Betrieb. Die Produktion und Betreuung von spezialisierten Reisearten und Destinationen werden dabei an einem Ort gebündelt, meist bei den entsprechenden Spezialistenmarken. 

Die Afrika- und Südamerika-Programme beispielsweise werden künftig ausschliesslich bei Private Safaris bzw. Dorado Latin Tours produziert und auch nur noch unter diesen Marken vertrieben. Für Städtereisen ist Railtour/Frantour das neue Kompetenzzentrum, für Ananea und Cultimo ist es Cotravel.

Die Anpassungen sind gemäss Kuoni eine direkte Folge der neuen Konzern-struktur, die im Frühling präsentiert wurde. Dabei wurden die Divisionen Outbound Europe (inklusive Schweiz) und Emerging Markets/Specialists zusammengeführt. Nachdem die Stammmarke Kuoni und die Schweizer Outbound-Spezialisten vor zwei Jahren separiert wurden, hat man sie nun also wieder gebündelt. 

Durch die Schaffung der Kompetenzzentren erhofft man sich bei Kuoni Synergien und effizientere Produktionsprozesse. Ausserdem will Kuoni damit seine Reiseexpertise ausbauen. Konkret ändert sich in den Kompetenzzentren, also bei den Spezialisten, aber nur wenig. «Ein Ausbau im grossen Stil ist nicht geplant, in Einzelfällen aber möglich», so Kuoni-Sprecher Peter Brun. 

Anders sieht es in den Abteilungen aus, die Produktionsaufgaben verlieren. Die Umstellungen führen dazu, dass insgesamt zehn Vollzeitstellen abgebaut werden. Laut Brun wird dies die Bereiche Städtereisen, Afrika und Südamerika betreffen, also diejenigen Bereiche, die künftig nur noch von den Spezialisten verantwortet werden. «Aufgrund von Vakanzen in anderen Bereichen kommt es aber nur in Einzelfällen zu Kündigungen», so Brun.