Oberli: «Air Mauritius ist absolut konkurrenzfähig» (Ausgabe 2009-50)

Trotz fehlendem Direktflug ab Zürich sieht die Air-Mauritius-Chefin Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Seit fast einem Jahr fliegt Air Mauritius nicht mehr direkt ab Zürich
nach Mauritius. Alternativen sind die Direktflüge ab Genf oder die
Umsteigeverbindungen via Paris. Einer der Gewinner dieser Situation ist
Emirates: Oft werden in der Deutschschweiz die Umsteigeverbindungen via
Dubai gebucht.

Christine Oberli, Sales & Marketing Manager der Air Mauritius,
sieht allerdings nach wie vor Vorteile auf Seiten der Air Mauritius
gegenüber der Konkurrenz, insbesondere gegenüber Emirates: «Ich glaube
fest, dass Air Mauritius genauso konkurrenzfähig ist wie Emirates! Ich
empfehle den Reisebüros, ab Zürich beide Varianten zu prüfen. Umsteigen
kann bei beiden Varianten nicht vermieden werden. Die Flugzeiten
sprechen aber für uns. Umsteigen in Dubai um Mitternacht mit einer
dreistündigen Aufenthaltszeit ist in meinen Augen nicht attraktiv.
Zudem ist auch der Codeshare-Flug Zürich–Paris–Zürich ein Argument.
Golfgepäck bis 20 kg ist gratis, auch auf den Zubringerflügen ab
Zürich. Auch der Terminalwechsel in Paris ist kein Problem mehr.»

Das Kostensenkungsprogramm der Fluggesellschaft scheint aufzugehen. Air
Mauritius konnte das Resultat im dritten Quartal 2009 (Juli bis
September) trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutlich verbessern. Das
Nettoergebnis beträgt 2,7 Mio. Euro, das Betriebsergebnis 11 Mio. Euro
(nach einem Verlust von 1,4 Mio. Euro im zweiten Quartal). Der
Sitzladefaktor liegt bei 83%.

Air Mauritius hat kürzlich in Toulouse den zweiten neuen Airbus A330-200 in Empfang genommen.
Das Flugzeug ist nach der legendären Wasserpflanze Nénuphar, welche im
Botanischen Garten von Pamplemousses gedeiht, benannt und wird
vorwiegend auf Strecken nach Indien, Asien und Australien eingesetzt.
Die Zweiklassen-Konfiguration umfasst 24 Lie-Flat-Business-Sitze und
251 Plätze in Economy Class.  

CP