«Die Fracht kann halt nicht abstimmen, deshalb wird ihre Bedeutung von
der Politik viel zu wenig wahrgenommen», meinte Ständerat Rolf Büttiker
anlässlich der Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Cargo-Hubs Zürich.
Dabei würde ohne die wertvolle Ware im Bauch der Flugzeuge kaum eine
Langstrecke ab Zürich rentieren, wie Swiss-CEO Harry Hohmeister
bestätigte. Die Resultate der neuen Studie «Luftfracht als
Wettbewerbsfaktor des Wirtschaftstandortes Schweiz» der Universität
St.Gallen sind deutlich: Die Schweizer Luftfracht sichert 200000
Arbeitsplätze. Für 70 Prozent der Unternehmen in der Schweiz sind
Exporte und Importe über Schweizer Flughäfen eine Grundvoraussetzung.
Und gemäss der Zollstatistik werden ein Drittel aller Schweizer Exporte
und ein Sechstel aller Importe nach Wert per Luftfracht transportiert.
2009 wurden auf schweizerischen Flughäfen insgesamt 457200 Tonnen
Luftfracht und Luftpost abgefertigt.
Die Luftfracht ist auch ein klarer Indikator, wie sich die Wirtschaft
entwickelt. Im Krisenjahr 2009 brach das Luftfracht-Volumen im
zweistelligen Bereich ein, derzeit werden wieder zweistellige
Wachstumsraten verzeichnet. Während der Anteil der Umsteigepassagiere
in Zürich rund einen Drittel aller Fluggäste ausmacht, ist es bei der
Fracht genau umgekehrt: Zwei Drittel werden via Cargo-Hub Zürich
weiterspediert. Dies zeigt die enorme Bedeutung der Luftfracht für den
Hub Zürich auf.
Ohne Luftfracht gäbe es also keinen Zürcher Hub im heutigen Sinn. Das
ist den Passagieren, die über der Fracht in der Kabine sitzen, kaum
bewusst. In ihr Bewusstsein rücken würde die Wichtigkeit der
transportierten Ware erst, wenn deren fehlende Erträge als Kosten auf
die Tickets geschlagen werden müssten derart hohe Flugpreise würde
niemand akzeptieren. Der Fracht gebührt also ein grosses Dankeschön.



