Olimar neu mit Europreisen (Ausgabe 2010-49)

Dafür gibt es einen fixen Umrechnungskurs. Der Golfkatalog wird für 2011 nicht mehr aufgelegt.

Olimar startet mit den Katalogen «Einmaliges Portugal», «Himmlisches Italien» und «Magisches Spanien» ins 2011. 

Zum ersten Mal schreibt der Veranstalter seine Reisen nur noch in Europreisen aus. Dafür wurde der Euro-Wechselkurs auf CHF 1.43 gesenkt, wie Werner Bürer, Managing Director von Olimar in Küsnacht, erklärt. «Die Preise werden in der Schweiz – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – zwischen acht und zehn Prozent günstiger.» Als Ergänzung hat Olimar als «Swiss finish» eine Preis- und Informationsbroschüre produziert, die den Katalogen beiliegt und für alle Produkte Gültigkeit hat. Dieser Entscheid wurde einerseits aufgrund von Kos-tengründen gefällt, andererseits war auch die Volatilität des Euro ein ausschlaggebender Grund. Über Cets ist das komplette Olimar-Programm in Schweizer Franken buchbar.

Das Jahr 2010 beendet Olimar in der Schweiz mit einem Umsatzminus im einstelligen Prozentbereich. Bei den Pax-Zahlen liegt das Minus leicht höher. «Wir spürten vor allem weniger Nachfrage für Madeira, was sich stark auf das Portugal-Programm auswirkt. Das Unwetter auf Madeira ist nur eine Ursache von vielen.» Im Gegensatz dazu ist Italien im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Portugal bleibt mit einem Anteil von 70 Prozent – ca. 20 Prozent davon Madeira – die wichtigste Olimar-Destination. Italien und Spanien machen 20 bzw. zehn Prozent des Geschäfts aus. Für 2011 hat Olimar einen Umsatzzuwachs von fünf Prozent gegenüber 2010 budgetiert. «Wir sind zuversichtlich, dies zu schaffen, erhoffen uns sogar, die Ziele zu übertreffen», so Bürer.

Im Flugbereich verfügt Olimar neu über Kontingentsplätze von Zürich auf die Azoren (via DUS), nach Jerez und Brindisi. «Wir halten uns mit grossen Charterrisiken zurück. Aber im Bereich der Zubucherflüge zu tagesaktuellen Preisen haben wir stark ausgebaut.» 

Das Portugal-Angebot für 2011 wurde im Bereich Genuss und Wellness ausgebaut. «Wir versuchen, das Hotel-angebot stetig zu optimieren, damit dieses zu unserem Claim ‹Besonders reisen› passt», erklärt der Olimar-Chef. Mit «1001 Kilometer von Santiago an die Algarve» und «Pousadas: Kultur & Kulinarik mit einmaligem Ambiente» wurden zwei neue Busrundreisen ins Portfolio integ-riert. Neu sind z.B. auch die Wanderreise Via Algarviana in der Algarve, die Mietwagenrundreise «Madeira für Geniesser» sowie Hausboote auf dem Alqueva-Stausee. Das Angebot an Solares, zu Hotels umgebauten Adeligenhäusern, wurde ausgebaut. Als «absolute Perle» bezeichnet Bürer die Vila Joya bei Albufeira – ein kleines Liebhaberhotel mit 20 Zimmern und zwei Michelin-Sternen. «Wir verfügen über ein vertieftes Portugal-Angebot. Reisebüros können sich auf alle Fälle profilieren, wenn sie einen Olimar-Katalog an die Kunden abgeben», ist sich Bürer sicher.

Im Italien-Katalog wurde das Angebot an Erlebnisreisen mit der Vespa auf verschiedene Regionen ausgeweitet. Neu sind die Vespatouren am Gardasee, im Piemont, in der Toskana und in Umbrien erhältlich. Das ganze Olimar-Portfolio ist auf Genuss und Kulinarik ausgerichtet, so auch in Italien. Neu sind die Mietwagenrundreise «Sizilien mit antiker Pracht und Landhaus-Charme» sowie die beiden Golfhotels Borgo Egnazia in Apulien und das Verdura Golf & Spa Resort auf Sizilien.

Auch im Spanien-Katalog sind neben neuen Hotels zusätzliche Rundreisen zu finden: «Andalusien und Gibraltar» und «Die Schätze von Al-Andalus» nach Granada, Sevilla und Cordoba. In vielen spanischen Städten bietet Olimar ein Ausflugsprogramm an.

Damit, dass Olimar in naher Zukunft eine neue Destination ins Sortiment aufnimmt, ist derzeit nicht zu rechnen. «Wenn man eine neue Destination aufnimmt, muss man es richtig machen, man müsste diese komplett neu aufbauen. Und wenn man nicht mit voller Kraft dahinter ist, wird das Produkt vom Markt nicht akzeptiert», erklärt Werner Bürer.

Simon Benz

Golfprogramm in Kataloge integriert

Für 2011 hat Olimar auf den separaten Golfkatalog verzichtet. Die Golfangebote sind in die drei Länderkataloge integriert. Dies geschah unter anderem aus Kostengründen. Ausserdem stellte sich für den Veranstalter immer die Frage, welche Hotels man in den Katalog nimmt und welche nicht. «Es musste eine Auswahl getroffen werden, da ohnehin nicht alle ‹Golfhotels› mit einem Golfangebot kombiniert wurden», so Bürer. Ausserdem änderten sich die Startzeiten und Greenfees übers Jahr hinweg stetig, was Sinn und Zweck eines Golf-Ganzjahreskatalogs in Frage stelle. Die Anzahl Golfhotels in den Katalogen ist zwar gesunken, dafür finden sich nun mehr Golfangebote auf der Olimar-Website.

BNZ