Die Suche nach besonderen Adressen, die Detailpflege sowie der
integrale Service bei den Golfreisen steht auch bei den
Olimar-Katalogen für 2009, welche seit einem Monat in den Reisebüros
aufliegen, im Vordergrund, wie Werner Bürer, Verantwortlicher für
Verkauf und Marketing der Oli-mar-Produkte in der Schweiz, betont.
2008 verlief beim Veranstalter den Erwartungen entsprechend, mit einem
Wachstum im tiefen zweistelligen Bereich. Enttäuscht haben indes die
Kapverden eigentlich ein wichtiger Umsatzträger bei Olimar , konnten
aber von der starken Nachfrage für die Algarve, Madeira und Portugal im
Allgemeinen aufgefangen werden.
Portugal ist denn auch der Hoffnungsträger für das laufende
Geschäftsjahr. Generell ist man mit dem Start der Sommerbuchungen
zufrieden. Dagegen hinkt das aktuelle Wintergeschäft, was Bürer auf die
gedämpfte Stimmung im Zuge der Ereignisse in der Finanzwelt zurückführt.
In allen fünf Katalogen kann der Reiseveranstalter mit neuen Produkten
werben: Im Ganzjahreskatalog Italien kam mit Ligurien eine weitere
Re-gion hinzu. Zudem wurde das Angebot an Rundreisen und
Sonderprogrammen stark ausgebaut: So lässt sich auf Sizilien «in die
Antike» reisen oder Rom von seiner cineastischen Seite her erkunden.
Aufgrund der vielen positiven Feedbacks wurde ausserdem das Verzeichnis
von Hotels mit Hunde-Akzeptanz beibehalten.
Im Saisonkatalog Spanien sind 50 neue Hotels und Unterkünfte
hinzugekommen. Im Katalog «Einmaliges Portugal», wie der
Spanien-Katalog gültig von April bis Oktober 2009, sind es deren 49.
Zudem wurden hier die Rundreisen und Sonderprogramme um sechs Angebote
erweitert, darunter die Biketouren im Alentejo, die aufgrund der
starken Nachfrage wieder ins Programm aufgenommen wurden.
Bei den «exotischen Fernzielen» ist man bei Olimar stolz auf das
breite Angebot für die Kapverden, welches gut in den Sommer gestartet
ist. Dagegen würde sich Bürer noch eine grössere Nachfrage für den
afrikanischen In-
selstaat São Tomé wünschen.
Auch in der Zusammenarbeit mit den Reisebüros sieht Bürer zusätzliches
Potenzial liegen. Dies vor allem in Bezug auf das Buchungssystem, wo
man weiter an Verbesserungen arbeitet: «Cets ist noch eine Baustelle.
Zwar sind für unsere Produkte Abfragen von Optionen, Preisen usw.
möglich. Die letzte Meile fehlt uns sozusagen aber noch.» Bürer
rechnet aber damit, dass die letzten Probleme in den nächsten zwei
Monaten behoben werden können und dass dies den Verkauf über die
Reisebüros weiter ankurbeln wird.
Beim Kommissionsmodell sind für 2009 keine Änderungen geplant. Was
indes von Seiten Olimar bereits in diesem Jahr aktiv gefördert wurde,
ist der Verkauf der Flüge von Air Berlin und Tuifly zu «tagesaktuellen
Preisen». Bürer dazu: «Auf diesen Flügen kann eine reduzierte
Kommission von sechs Prozent gewährt werden. Allerdings inklusive Taxen
und Treibstoffzuschlägen. Dies erlaubt den Reisebüros, auch diese Flüge
beim Veranstalter zu buchen und sämtliche Leistungen an einem einzigen
Ort zu beziehen.» Erfreulich sei zudem, dass die Produktpreise
weitgehend gleich bleiben. Durch die Anpassung an die Europreise konnte
die Teuerung durch den günstigeren Wechselkurs aufgefangen werden.
Veränderungen stehen dagegen im organisatorischen Bereich an: Nachdem
Hans Wiesner seit Ende Oktober nicht mehr für Olimar arbeitet, werden
nun verschiedene Szenarien inklusive der Option, einen Teil der Arbeit
auszulagern, überprüft. Die personelle Neuorientierung dürfte in zwei
bis drei Monaten abgeschlossen sein.
Michèle Fischer



