Oman Air: «Unsere Business Class ist besser als manche First Class» (Ausgabe 2012-04)

CEO Wayne Pearce über die neue Verbindung Muscat–Zürich.

Oman Air hat Anfang Dezember 2011 die Verbindung zwischen Muscat und Zürich aufgenommen. «Wir schauten diejenigen Destinationen an, die am meisten Touristen für Oman generieren, und die Schweiz gehört dabei zu den besten Quellmärkten», erklärt Oman-Air-CEO Wayne Pearce gegenüber TRAVEL INSIDE. Für Zürich habe man sich letztlich aufgrund der Grösse des Einzugsgebietes und der Fülle an Umsteigemöglichkeiten Genf vorgezogen. 

Die Maschinen seien zurzeit zu rund zwei Dritteln ausgelastet, erklärt Pearce. «Das ist zwar ganz passabel, aber wir sind natürlich noch nicht dort, wo wir sein wollen. Richtig zufrieden werde ich erst in etwa einem halben Jahr sein.» Während Oman Air zunächst mit vier Nonstop-Verbindungen zwischen der Schweiz und Oman startete, wurden kurz darauf die Mittwochs- und Sonntagsflüge via Mailand umgeroutet. In rund fünf Wochen sollen aber auch diese beiden Flüge wieder zielrein durchgeführt werden. 

Längerfristig sieht Pearce einen täglichen Zürich-Flug vor: «Unser Ziel ist es, die europäischen Destinationen täglich anzufliegen, bis dahin wird es jedoch noch ein paar Jahre dauern, denn wir verfügen derzeit noch nicht über die dafür benötigten Fluggeräte.»

Die Strecke wird mit einem A330-200 mit 20 Business-Class- und 196 Economy-Class-Plätzen bedient. «Unsere Business Class wurde 2011 von Skytrax für den besten Sitz ausgezeichnet und sie ist besser als die First Class von manch anderen Airlines», so Pearce. 

Lina Samman (District Sales Manager Switzerland) freut sich über die grosse Unterstützung aus dem Trade: «Die Schweizer Reisebranche ist sehr gewillt, mit uns zusammenzuarbeiten – und zwar im Leisure- wie auch im Corporate-Bereich. Wir wollen als Airline in der Schweiz wachsen und auch Oman zu weiterem Wachstum verhelfen, das ist unser Hauptfokus.» Für eine Prognose zum Verhältnis zwischen Business- und Leisure-Kunden ist es für die Schweiz-Chefin von Oman Air noch zu früh. 

Das Hauptaugenmerk von Oman Air in der Schweiz liegt auf Point-to-Point-Verbindungen nach Muscat, aber auch in die Städte Salalah und Khasab. Letztlich strebt die Airline aber nach einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen P2P- und Beyond-Passagieren. Eine gute Anbindung an den Zürich-Flug gibt es laut Pearce nach Bangkok, wohin in Kürze ein zweiter täglicher Flug aufgelegt werden soll. Aber auch Male, Sri Lanka und Kuala Lumpur werden gut nachgefragt. Derzeit fliegt Oman Air 41 Destinationen an.

Die 1993 gegründete Airline verfügt heute über eine Flotte aus 15 Jets vom Typ Boeing 737-700/800, vier Airbus A330-200, drei Airbus A330-300 und zwei Embraer E-175. Für den Flugverkehr innerhalb Omans werden zusätzlich zwei ATR 42-500 eingesetzt. Zudem hat Oman Air sechs Boeing 787 Dreamliner bestellt, deren Auslieferung für 2015 vorgesehen ist. 

Simon Benz