Vergangenen Dezember hatte Oman Air Zürich in ihren Flugplan aufgenommen. Seither verzeichnet die Airline auf dieser Verbindung «ein enormes Wachstum», wie CEO Wayne Pearce im Rahmen des Arabian Travel Market in Dubai im Gespräch mit TRAVEL INSIDE erklärte. Im April und vor allem im Mai seien die Maschinen in beide Richtungen gut ausgelastet. Die Strecke ZürichMuscat wird in zwei Klassen angeboten, wobei laut Pearce auch die Business Class sehr gut nachgefragt werde. «Wir haben mit Lina Samman Ziadeh eine hervorragende Country Managerin in Zürich und sind mit dem Geschäft sehr zufrieden. Unser Ziel ist es, die Zürich-Frequenz von heute vier auf einen täglichen Flug zu steigern. Einen Zeitplan gibt es dafür aber noch nicht, denn wir benötigen zuerst die zusätzlichen Flugzeuge», so der CEO. Für die Langstrecke verfügt Oman Air derzeit über drei Airbus A330-300 und vier A330-200.
Im Rahmen der Flottenvergrösserung sollen auch die Abflugzeiten ab Zürich von den zwei bisweilen unterschiedlichen Startzeiten (Mo/Fr um 22.30 Uhr; Mi/So um 10.15 Uhr) auf einen einheitlichen Zeitslot harmonisiert werden. Dies gilt auch für die andern europäischen Strecken, denn zurzeit verfügt Oman Air in Europa nur in London über einen einheitlichen Slot.
Dass Oman Air in naher Zukunft eine weitere Schweizer Destination, z.B. Genf, in den Flugplan aufnehmen wird, schliesst Pearce zum heutigen Zeitpunkt aus. Der Fokus in Europa liegt in der Etablierung und dem Ausbau der Frequenzen auf bestehenden Strecken. «Wenn man eine neue Stecke in den Flugplan aufnimmt, sollte man sich meiner Meinung nach darauf konzentrieren, diese rentabel zu betreiben und schliesslich auszubauen. Schafft man das nicht, hat man einen Fehler gemacht.»
Der Hauptfokus von Oman Air liegt jedoch nicht in den ausländischen Märkten, sondern in Oman selbst. «Wir wollen so viele Gäste wie möglich in unser Land bringen. Dabei geht es sowohl um Feriengäste als auch um Geschäftsreisende», erklärt Pearce und fügt an, dass Oman Air aber trotzdem nicht auf das Hub-Geschäft via Muscat verzichten könne. Aus der Schweiz fliegt der grösste Teil der Fluggäste zielrein nach Oman, aber es gibt auch eine Nachfrage für Anschlussflüge nach Thailand, die Malediven, Sri Lanka oder Indien.
BNZ



