Prime Travel mit neuem Outfit und erstem Japan-Katalog (Ausgabe 2008-12)

Der Asien-Anbieter konzentriert sich voll auf das TO-Geschäft.

Die Geschichte von Prime Travel beginnt 1994 in einem Privatzimmer in
Embrach/ZH. Von dort aus bot Stefano Casadei zusammen mit Kollegen
unter dem Namen TGT Travel Reisen nach  Vietnam an. 1996 kam der
Wechsel in die heutigen Räumlichkeiten unweit des Zürcher Central und
1998 folgte der eigentliche Schritt ins Unternehmertum. Casadei
gründete die Prime Travel AG, an der er noch heute 75% hält, die
restlichen Anteile verteilen sich auf Kollegen, die nicht in der
Reisebranche tätig sind.

Das Angebot wurde auf ganz Indochina ausgebaut, Vietnam blieb als wichtigs-
tes Standbein bestehen. Die ersten umfangreichen Kataloge wurden
produziert und mit der steigenden Nachfrage nach Indochina wuchs der
Kundenstamm und das Buchungsvolumen stetig an. Daneben war man im
Retailgeschäft tätig, doch dieses – mit Ausnahmen von einigen Gruppen
und Anfragen von Stammkunden – wird seit anderthalb Jahre rigoros
zurückgefahren, wie Casadei erklärt.

Dafür wurde anfangs 2007 im Tour Operating ein wichtiger
Expansionsschub eingeleitet. Mit dem Eintritt von Thomas Köhler, der
zuvor sechs Jahre lang das Jalpak-Produkt verantwortete, nahm Prime
Travel Japan in die Angebotspalette auf. Anfangs Jahr sind nun die zwei
neuen Kataloge Indochina (Vietnam, Laos, Kambodscha) und Japan
erschienen – im neuen, frischen Corporate Identity, das gleichzeitig
umgesetzt wurde.

Casadei zum Indochina-Produkt: «Wir bieten die ganze Palette an
Rundreisen, übrigens alles Privatrundreisen, Stadthotels, Badeferien,
Flussfahrten, Aktivferien, Ausflügen und Exkursionen an. Problema-
tisch ist je nach Saison die Hotelsituation in den grösseren Städten,
doch da zeichnet sich bald eine Besserung ab. Viele Projekte, speziell
in Vietnam, stehen vor dem Abschluss. Aufgrund der Nachfrage werden wir
das Angebot auf nächstes Jahr nochmals ausbauen.»

«Auf dem Schweizer  Markt präsentieren wir wohl das umfangreichste
Japan-Programm. All unsere geführten Privattouren werden in Deutsch
angeboten, günstigere Budgettouren, die nur punktuell begleitet sind,
ergänzen die Palette. Im weiteren bieten wir mit der Pilgerreise
Shikoku, Badeferien in Okinawa, dem Matsuri-Festival,
Sprachaufenthalten für Japanisch, Ausflügen, Tempelübernachtungen,
einer breiten Hotelauswahl mit Ryokans und mehr die ganze Vielfalt, die
Japan zu bieten hat», erklärt Thomas Köhler.

Speziell erwähnt er den Japan-Rail-Pass, für den Prime Travel
offizielle Verkaufsstelle ist und der das Reisen mit den bekannten und
schnellen Zügen im Gegensatz zu Einzeltickets preislich sehr attraktiv
macht.

Mit dem schwächeren Yen seien Japan-Reisen etwas günstiger geworden,
die Nachfrage steige stetig und das Angebot werde man weiter ausbauen,
so Köhler. Alle Kataloge stehen im übrigen auch auf der neu gestalteten
Homepage im pdf-Format zum downloaden bereit.

Urs Hirt

Mehr Agentenbuchungen im Visier

Rund 70% des Umsatzes erzielt Prime Travel mit dem Tour
Operating, Tendenz steigend. 10% davon sind Reisebüro-Buchungen. Diesen
Anteil möchte Casadei erhöhen und nebst bisherigen Partnern wie STA
Travel weitere Agenten gewinnen. Für den Japan-Rail-Pass gibt es 10%
Kommission, gleichzeitig wird eine einmalige Buchungsgebühr von CHF 20
erhoben. Auf Katalog- und Flyer-Angebote gibt es 12% (ohne Flug), bei
Gruppenreisen ab/bis Schweiz sogar auf den Flug. Prime Travel ist
Mitglied im Garantiefonds und hat die IATA-Lizenz. «Unser wichtigstes
Argument ist die qualitativ hochstehende Beratung, unser Know-how über
die Destinationen und die modernsten technischen Mittel in der
Verarbeitung der Dossiers», erklärt Casadei.   

UH

Passion wird zum Beruf

Die Affinität zu ihren Lieblingsländern Vietnam (Indochina) und
Japan kommt sowohl bei Stefano Casadei als auch bei Thomas Köhler nicht
von ungefähr. Als er noch Student war, wollte Stefano Casadei
eigentlich Lehrer werden. Auf einer Reise mit der Transsibirischen
Eisenbahn durch Russland und China und weiter nach Vietnam, blieb er im
südostasiatischen Land hängen, wie er es ausdrückt. Es sei Liebe auf
den ersten Blick gewesen und die Idee, anderen Schweizern dieses Land
näher zu bringen, habe er mit dem Start 1994 in Embrach kurze Zeit
später umgesetzt. Noch heute sei er beeindruckt, einer seiner damaligen
Weggefährten lebe heute noch dort. Thomas Köhler war schon als Kind
fasziniert von Japan. «Es kommt mir so vor, als wäre das angeboren»,
erklärt er. Im Kindergarten habe ein japanischer Junge mit Erzählungen
aus der Heimat sein Interesse an diesem fernen Land geweckt. Und nach
einer ersten Reise sei ihm klar gewesen, dass ihn diese Faszination nie
mehr loslassen würde. Köhler, der fliessend Japanisch spricht, was das
tägliche Geschäft mit den Partnern vor Ort immens erleichtert, hat wie
Casadei seine Passion zum Beruf gemacht.   

UH