Reiseplaner von Tür zu Tür (Ausgabe 2014-15)

Door-to-Door-Lösungen schiessen wie Pilze aus dem Boden –dank dem Trend zu Individualreisen.

Sie heissen Routerank, Rome2rio oder From A To B – die so genannten «Door-to-Door-Lösungen», die alle verfügbaren Verkehrsmittel in die Routenplanung einbeziehen, miteinander kombinieren und, im Fall von gewissen Lösungen, auch gleich buchbar machen. 

Am FVW Travel Technology Day in Köln stellte Johannes Grassmann seinen Anbieter From A To B vor. Das System liefert inzwischen die Daten von 750 Verkehrspartnern und filtert mithilfe eines Algorithmus die attrak–
tivsten und relevantesten Ver–
bindungen heraus. «Der Al-go–
rithmus ist zudem selbst-ler-nend: Er eliminiert unwichtige Umsteigeknoten und wenig angeklickte Verbindungsmöglichkeiten», erklärt Grassmann. 

Bei solchen Door-to-Door-Lösungen läuft vieles noch mit Handarbeit. Wenn zwei verschiedene Verkehrsanbieter dieselbe Haltestelle unterschiedlich benennen, muss dies manuell korrigiert werden. «Die Standardisierung ist hier noch nicht so ausgeprägt wie in der Luftfahrt. Wir müssen alle Daten in unsere Struktur einpassen», so Grassmann.

Ihr Geld verdienen die Door-to-Door-Plattformen häufig pro Anfrage; Wenn bei einer Nutzeranfrage ein Verkehrsmittel angezeigt wird, zahlt dessen Anbieter einen Betrag. Bei From A To B ist es anders: Hier werden die Tickets über die Plattform gekauft, und From A To B behält eine Erfolgsprovision.  

Für Grassmann hat das Modell vor allem deshalb Zukunft, weil ein klarer Trend zum Individualtourismus bestehe. Für Drittanbieter hat das Unternehmen eine Schnittstelle eingerichtet, die sie anzapfen können; die Bussuche auf Idealo.de etwa arbeitet mit Daten von From A To B. 

SJ