Rekordjahr 2010 für Studiosus (Ausgabe 2010-45)

Auch die Marke Marco Polo kommt im Schweizer Markt gut an.

Der Münchener Veranstalter Studiosus Reisen – auch in der Schweiz aktiv auf dem Markt – ist mit dem Jahr 2010 äusserst zufrieden. Pressesprecher Frano Ilic erklärt: «Die Talsohle haben wir durchschritten. 2010 wird sogar über dem Rekordjahr 2008 sein.»

Die Hochrechnung per Ende Dezember 2010 ergibt einen Gesamtumsatz von 236,75 Mio. Euro, was einem Plus von 7,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Umsatz wird erzielt mit 104000 Teilnehmern (+9,3%). Dieser positive Trend ist auch im Markt Schweiz zu verzeichnen mit einem Plus von 7,8% beim Umsatz (in diesem Jahr CHF 7,3 Mio.) und 11,7% bei den Passagieren (2550).

Ilic führt den Erfolg nicht zuletzt auf die neu eingeführten Extratouren zurück: «Mit der Flexibilisierung der Studienreisen haben wir als erster Veranstalter eine Antwort auf den verstärkten Wunsch der Kunden nach mehr Freiraum auch auf Gruppenreisen gefunden. Die Extratouren – auf allen Reisen können sich die Teilnehmer tageweise von der Gruppe lösen und ein individuelles, aber eben-falls gebuchtes Spezialprogramm machen – sind von unseren Kunden sehr gut aufgenommen worden. Die Extratouren geben uns zwar viel Arbeit in der Konzeption, sind aber ein gutes zusätzliches Verkaufsargument für die Reisebüros.»

Bei den Destinationen haben in diesem Jahr vor allem die Türkei, Grossbritannien, Mittel- und Osteuropa, In-dien und China zugelegt, aber auch die islamischen Länder und der Nahe Osten. «Die Türkei wurde nachfrageseitig zu unserer zweitbesten Destination. Auch der Nahe Osten und Marokko werden ausgezeichnet gebucht», freut sich Ilic.

Der positive Trend setzt sich auch bei der Marke Marco Polo Reisen durch. «Besonders zufrieden bin ich mit dem Schweizer Markt. Das multikulturell ausgerichtete Programm von Marco Polo in kleinen, maximal 22 Personen umfassenden Gruppen ist genau das richtige Produkt für die Schweizer», ist Holger Baldus, Managing Director Marco Polo, überzeugt.

Die Zielgruppe von Marco Polo liegt im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Deshalb seien die Bedürfnisse anders als bei der Marke Studiosus, meint Baldus: «Unsere Kunden wollen günstig, aber individuell reisen und in erster Linie die Highlights eines Landes sehen, möchten aber gerne auch Freizeit haben – zum Beispiel an einem schönen Strand.» Die Reisen sind nicht zuletzt deshalb im günstigen Bereich, weil Besichtigungen in der Regel von den Teil-nehmern an Ort bezahlt werden. «Bei den Badeferienverlängerungen wird aber selten gespart. Kleine, luxuriöse Boutiquehotels werden sehr gut gebucht», sagt Baldus.

Chris Probst

Young Line Travel

Marco Polo Reisen bietet mit dem Produkt Young Line Travel auch etwas für die Altersgruppe 20 bis 35. «Auf diesen Reisen haben wir zu 80% Singles und Alleinreisende. Bei Young Line Travel muss ein gewisser Kick dabei sein – 08/15-Reisen kommen da nicht an», sagt Holger Baldus.

Ein Beispiel einer Reise: 19 Tage durch China – ausschliesslich in öffentlichen Verkehrsmitteln, vom Hochgeschwindigkeitszug bis zur U-Bahn in Shanghai.

CP

Produktnews Marco Polo

Die wichtigsten Neuheiten im Angebot für 2011:

• Ausbau der preisstabilen Destination Marokko. «Wir würden gerne mehr Direktflüge mit Edelweiss ab der Schweiz anbieten. Es ist allerdings fast unmöglich, Plätze zu erhalten. Deshalb findet man in unserem Katalog Umsteigeverbindungen mit Iberia und Lufthansa», erklärt Holger Baldus.

• Neu im Katalog ist eine Kombination der Bestseller-Destinationen Israel und Jordanien.

• Ausbau der Angebote in Ägypten.

• Neue Reisen nach Schottland, Dänemark und Schweden bei Young Line Travel.

CP

Produktnews Studiosus

Die wichtigsten Neuheiten im Angebot für 2011:

• Ausgebaut wurden vor allem diejenigen Destinationen, die 2010 gut angekommen sind, also beispielsweise Marokko, die Türkei (neue Reise in den Osten des Landes), Israel mit neu elf Reisen, aber auch Syrien, Jordanien und der Libanon.

• Studiosus hat vermehrt moderne Themen ins Programm aufgenommen. Beispiele: Besichtigung des Start-up-Unternehmens Better Place in Israel, welches flächendeckend Elektroautos einführen will, oder Besuch eines Call Centers in Bangalore.

• Das Angebot an Familienstudienreisen wurde auf 14 Reisen ausgebaut und hat neu in einem separaten Katalog Aufnahme gefunden.

• Für 2011 rechnet Studiosus mit einem weiteren Wachstum, allerdings mit einem kleineren als 2010, wie Frano Ilic erklärt.

CP