Die Schweiz ist für das Unternehmen aus Österreich laut Geschäftsführer
Stefan Müller ein sehr wichtiger Markt. «Wir verzeichnen zwar noch
nicht übermässig viele Buchungen aus der Schweiz, aber immerhin konnten
wir den aus der Schweiz heraus generierten Umsatz
um 27 Prozent steigern.»
Rhomberg vertreibt seine Produkte über Agenten und direkt über das
Internet. In der Schweiz registriert Müller eine restriktive
Vertriebspolitik und stellt fest, dass es Jahre dauern kann, bis sich
die Zurückhaltung im Buchungsverhalten lockert. Zwar ist das Angebot
von Rhomberg auch in der Schweiz über Cets buchbar, allerdings wird das
Unternehmen unter «sons-tige Veranstalter» aufgelistet, da die Preise
bislang nur in Euro aufgeführt sind. Eine Umstellung auf Schweizer
Franken sei laut Müller technisch zwar möglich, aber auch enorm
kostspielig.
Dass aber trotzdem eine solche Steigerung erzielt werden konnte, führt
Müller zum Einen auf die stetige Agentenbetreuung zurück, andererseits
wird in der Ostschweiz auch aktiv um Privatkunden geworben. «In der
Schweiz setzen wir vertretbare Mittel zur Kundengewinnung ein, zum
Beispiel für Wettbewerbe in den Lokalzeitungen», so Müller. Die so
gewonnenen Adressen werden wiederum zu Werbezwecken eingesetzt.
Zusätzlich verschickt Rhomberg zirka 12000 freiwillig abonnierte
News-letter viele davon in die Schweiz. Vor allem Abflüge ab dem
Flughafen Friedrichshafen sind gemäss dem Rhomberg-Geschäftsführer bei
den Schweizern
beliebt:«Rund zwei Drittel unserer Schwei-zer Kunden fliegen ab Friedrichshafen, ein Drittel fliegt ab Zürich.»
In der Kartei von Rhomberg befinden sich rund 200 Schweizer Reisebüros.
Darunter finden sich kleine und eigenständige Reisebüros, zum Beispiel
Mawi Reisen in Bischofszell und Bernhard Reisen in Goldach; oder aber
auch sämtliche Büros von Hotelplan zwischen St.Gallen und Chur.
In Zukunft rechnet Müller mit einer Umsatzerhöhung in der Schweiz, vor
allem mit den Produkten Korsika, Island, La Palma und Madeira. «Die
Schweiz ist für uns ein absoluter Zukunftsmarkt, den wir aufbauen
wollen», sagt Müller. Mittelfristig soll das Schweizer Geschäft
zwischen 20 und 25 Prozent des ganzen Geschäfts von Rhomberg betragen.
Mit Verträgen ohne Mindestumsätze sollen Reisebüros gewonnen weren: «Ab
dem ersten Franken gewähren wir zwölf Prozent Kommission, damit gibt es
bei uns keine Eintrittsbarriere.» Ab CHF 50000 wird zusätzlich ein
Prozent, ab 70000 werden zwei Prozent gewährt. Auf Buchungen bis zum
31. Oktober gewährt Rhomberg für Produkte des Winterkatalogs Madeira
& La Palma einen Frühbucherrabatt von vier Prozent. Zusätzlich wird
je nach Hotel bis zu 15 Prozent Aufenthaltsermässigung
gewährt.
BNZ



