Der in Zürich beheimatete Iran-Spezialist Riahi Travel spürt, dass das Geschäft seit der neuen Präsidentschaft von Hassan Rouhani deutlich angezogen hat. «Die Annäherung von Präsident Rouhani an die USA und den Westen generell ist uns sehr behilflich. Das Bild von Iran in der Bevölkerung hat sich seither stark geändert», erklärt Sadegh Riahi.
Die Tourismusförderung steht tatsächlich im Fokus der iranischen Regierung. Präsident Rouhani kündigte 2013 an, den Tourismus anzukurbeln und die Zahl ausländischer Reisen mehr als zu verdoppeln. Um die Wirtschaft des Landes zu fördern, will er die touristischen Einreisen von letztjährig rund 4 Mio. auf jährlich 10 Mio. erhöhen. Dadurch sollen rund 4 Mio. neue Arbeitsplätze im Land geschaffen werden.
Dieses Jahr hat Riahi Travel sechs Rundreisen im Programm drei im Frühjahr und drei im Herbst und alle sind bereits ausgebucht. «Während wir in den vergangenen Jahren ein bis zwei Monate vor Abflug noch die letzten Plätze für die Reisen verkauften, waren jene für 2014 bereits im Januar ausgebucht», so Riahi.
Während der Iran-Tourismus aufgrund der politischen Lage und des Images des Landes in den letzten Jahren gelitten hatte, fällt der Aufschwung dieses Jahr umso stärker aus. «2014 wird das absolut beste Jahr unserer Firmengeschichte», so Riahi. Neben den begleiteten Gruppenreisen verzeichnet der Iran-Spezialist aber auch eine deutliche Zunahme an individuell Reisenden.
Gerade heuer ist der Aufschwung für Riahi Travel doppelt erfreulich, denn das Familienunter-nehmen feiert 2014 das 20-jährige Jubiläum. Dafür wird im Juni eine spezielle Jubiläumsreise namens «Auf den Spuren von Ibn Sina und Hafiz» aufgelegt. Auf dem Programm stehen die geschichtsträchtigen Städte Shiraz und Isfahan. Sadegh Riahis Frau Iran Riahi befindet sich derzeit bereits vor Ort und begleitet die Frühjahrsgruppen. Sie bleibt bis zur Jubiläumsreise in Iran und begleitet diese dann gemeinsam mit ihrem Mann. Die Reise dauert vom 8. bis 15. Juni und es hat noch freie Plätze (CHF 1000 Reduktion für Mitarbeitende der Reisebranche).
Der Boom in Iran bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Beispielsweise sind Unterkünfte wie das beliebte Hotel Abbasi in Isfahan stets komplett ausgebucht. «Es ist wichtig, dass die Infrastruktur in den kommenden Jahren angepasst wird.» Bereits hat eine entsprechende Entwicklung eingesetzt. Laut Riahi wurden bereits einige traditionelle Häuser in den Städten renoviert und werden nun als Boutique-Hotels geführt. «Vor allem in Shiraz gibt es einige wunderschöne Beispiele solch umgebauter Häuser», fügt Riahi an.
Die zunehmende Beliebtheit Irans spürt aber nicht nur Riahi Travel, sondern auch andere Veranstalter. So organisierte z.B. Holiday Maker Tours für 2014 ebenfalls eine zweite Iran-Rundreise und Studiosus legt für Herbst insgesamt 25 zusätzliche Reisetermine auf.
Simon Benz



