Royal Jordanian wies für das erste Halbjahr 2009 einen Gewinn von 7,7
Mio. Jordanischen Dinar (ca. CHF 11,2 Mio.) aus. Im Vorjahreszeitraum
wurde noch ein Verlust von umgerechnet rund CHF 5,8 Mio.
erwirtschaftet. Der Umsatz ist um 12,7 Prozent auf JOD 274 Mio. (ca.
CHF 399,4 Mio.) eingebrochen, da sechs Prozent weniger Passagiere
transportiert wurden das Frachtgeschäft war derweil sogar um 33
Prozent eingebrochen.
Die Auslastung im Passagierverkehr ging um sechs Prozentpunkte zurück
und betrug noch 65 Prozent. Samer Majali, ehemaliger Präsident und CEO
von Royal Jordanian, teilte bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen
Ende Juli 2009 und damit wenige Tage vor seinem Austritt bei RJ mit,
dass eine Reduktion der operationellen Kosten um 19,6 Prozent den
Umsatzrückgang mehr als kompensieren konnte und dadurch ein Profit
erwirtschaftet werden konnte. Royal Jordanian stehe, so der ehemalige
RJ-CEO weiter, eine grosse Herausforderung bevor. Als Grund nannte er
die grosse Konkurrenz unter den regionalen Airlines und die gestiegene
Anzahl Sitzplätze, was sich in tieferen Ticketpreisen und entsprechend
kleineren Umsätzen ausdrückt.
Auch im Winter 2009/10 fliegt RJ viermal wöchentlich von der Schweiz
aus in die jordanische Hauptstadt Amman. Jeweils montags und samstags
wird die Strecke ZRHGVAAMM geflogen. Am Mittwoch und Freitag wird die
Strecke im Dreieck GVAZRHAMM bedient. Geflogen wird wie im aktuellen
Sommerflugplan mit einer Maschine der Airbus-A320-Familie.
In diesem Jahr wurden mit Brüssel und Benghazi zwei neue Routen ins
Netzwerk von Royal Jordanian integriert, zudem wurden die Frequenzen in
viele der täglich angeflogenen regionalen Destinationen erhöht, zum
Beispiel nach Beirut, Dubai, Abu Dhabi, Kairo, Jeddah oder
Aleppo. Die RJ-Flotte besteht derzeit aus 26 Maschinen von Airbus und
Embraer. 2013 sollen im Rahmen der Erneuerungsstrategie der
Langstreckenflotte 12 Boeing 787 Dreamliner zur Flotte stossen.
Simon Benz



