Royal Air Maroc spürt die verstärkte Konkurrenz (Ausgabe 2009-07)

RAM konnte im vergangenen Geschäftsjahr zwar leicht wachsen, nicht aber den Gewinn steigern.

Pünktlich zum Beginn des neuen Jahres konnte Royal Air Maroc (RAM) ihre
neue Boeing 737-800 in Empfang nehmen, nachdem die Fluggesellschaft
bereits im Februar und März 2008 ihre Flotte mit je einer solchen
Maschine erweitert und erneuert hatte. Somit verfügt Royal Air Maroc
zusammen mit ihrer 100%-Tochter Atlas Blue zurzeit über 43 Flugzeuge
(eine B747-400, drei B767-300, vier A321-200, zwölf B737-500/400 und 23
B737-800/700). In Zürich ist nach wie vor keine dieser Maschinen zu
sehen, weil da die Wiederaufnahme der RAM-Flüge auf sich warten lässt.

Weiterhin nicht ganz vom Tisch ist die Möglichkeit, dass Atlas Blue
Zürich in ihr Netzwerk aufnimmt. Auch Faïçal Jorio, Direktor des
Staatlichen Marokkanischen Fremdenverkehrsamts für die Schweiz,
verliert diese Variante nicht aus den Augen, denn er setzt sich dafür
ein, dass Marokko wieder mit mehr Flügen direkt an die Deutschschweiz
angebunden ist. Allerdings sei Atlas Blue nur bereit, Zürich
anzufliegen, wenn ein oder mehrere Touroperators sich engagierten.

Dabei wurde Atlas Blue vor bald fünf Jahren explizit als nationales
Instrument zur Tourismusförderung gegründet. Die Airline mit Sitz in
Marrakesch soll mit tiefen Preisen und Point-to-Point-Service die
europäischen Quellmärkte mit den Tourismusdestinationen der
marrokanischen Provinz verbinden.

Preisdruck, hohe Treibstoffkosten und nicht zuletzt ein starker
Konkurrenzdruck schlugen sich auch in der Bilanz des Geschäftsjahres
2007/08 (1. November 2007 bis 31. Oktober 2008) nieder, welche CEO und
Chairman Driss Benhima Ende Dezember abgenommen hat.

6,14 Mio. Passagiere hat RAM im vergangenen Geschäftsjahr
transportiert, vier Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.
Gleichzeitig konnte die Auslastung um fast fünf Prozentpunkte
gesteigert werden. Damit konnte das Unternehmen den Umsatz um sechs
Prozent auf 12 Mia. Dirham (ca. 1,645 Mia. Schweizer Franken) steigern.
Der Gewinn hingegen stagnierte bei 190 Mio. Dirham (ca.
26 Mio. Franken).