Royal Jordanian mit höherer Frequenz aus der Schweiz (Ausgabe 2008-42)

Trotz Verlust im ersten Halbjahr, erwartet CEO Samer Majali einen Passagierrekord für das Jahr 2008.

42% der Betriebskosten von Royal Jordanian (RJ) machten im ersten
Halbjahr die Kerosinkosten aus. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2007
waren es erst 30%. So erstaunt es kaum, dass die staatliche jordanische
Fluggesellschaft im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 3,1 Mio.
Jordanischen Dinar (ungefähr 4,9 Mio. Schweizer Franken) einflog.
Dieser ist für Samer Majali, Präsident und CEO sowie Vize-Chairman,
jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegenteil, er zeigt sich darüber
sogar erfreut, weil im Budget ein deutlich höherer Verlust vorgesehen
war. Der operative Ertrag stieg im ers-ten Halbjahr um 33% und war
damit ebenfalls höher als budgetiert.

Traditionell ist das zweite Halbjahr das einträglichere für Royal
Jordanian. So wurde auch im ersten Halbjahr 2007 ein Verlust von 1,9
Mio. Jordanische Dinar verzeichnet, das Jahr aber mit einem Gewinn von
20,3 Mio. Dinar abgeschlossen. In Anbetracht der Indizien aus dem
Reservationssystem ist CEO Majali denn auch sicher, dass RJ bis Ende
Jahr einen Passagierrekord verbuchen wird. Verantwortlich dafür ist
einerseits die Ferienzeit, andererseits der Haddsch – die traditionelle
grosse Pilgerreise nach Mekka –, der im letzten Monat des islamischen
Kalenders begangen wird (im Jahr 2008 im Dezember). Dazu kommt, dass RJ
im Jahr 2008 die Flugfrequenzen um 5% aufgestockt hat.

Auch in der Schweiz baut RJ ihre Frequenzen aus, was die Tour Operator
angesichts der hohen Nachfrage für Jordanien freuen dürfte. Mit Beginn
des Winterflugplans 2008/2009 am
27. Oktober steuert RJ die jordanische Hauptstadt Amman viermal
wöchentlich aus der Schweiz an. Der zusätzliche Flug ab Zürich ist
jeweils am Montag. Somit sieht das Flugangebot aus der Schweiz
folgendermassen aus: mittwochs und freitags Zürich–Amman nonstop,
montags und samstags Zürich–Amman mit Zwischenlandung in Genf. Die
umgekehrte Richtung, also Amman–Zürich, fliegt RJ ab Winter jeweils
montags und samstags nonstop, mittwochs und freitags mit
Zwischenlandung in Genf. Alle Flüge werden mit einem Airbus der
A320-Familie durchgeführt.

Royal Jordanian baut nicht nur den Flugplan aus, sondern auch die
Einrichtungen am Queen Alia International Airport (QAIA): In Amman
warten Vielflieger seit August komfortabel in der neuen Crown Class
Lounge. Diese ist reserviert für Reisende in der Crown Class, Inhaber
der Royal-Plus-Karten Platinum, Gold und Silver sowie für Gäste mit
korrespondierendem One-World-Status Emerald und Sapphire. Die gut 1800
m2 grosse Lounge kann bis zu 340 Gäste beherbergen, bietet modernste
Unterhaltungs- und Informationstechnologie, dazu auch auch eine
Bibliothek, Relax-Räume, Duschen und Betten wie im Hotel sowie
Gebetsräume. Die Crown Class Lounge befindet sich im zweiten Stock des
Südterminals. Sie ersetzt die beiden bisherigen Lounges Jerash und
Petra.

Mit der Lounge wurde auch der modernisierte Crown Class Check-in
inklusive Pass- und Sicherheitskon-trolle wiedereröffnet. Ein eigener
Eingang von der Hauptstrasse führt zu
diesem Check-in im Südterminal, und eine direkte Passage anschliessend zur Crown Class Lounge.

Sara Marty

Zuwar – Stopover in Jordanien

Zuwar (Arabisch für «Besucher») ist das Stopover-Programm der
Royal Jordanian für Kunden, die via Amman fliegen. Das Programm bietet
Halb- und Ganztagestouren, Hotelübernachtungen, Spa- und
Restaurant-Packages zu attraktiven Konditionen. Es stehen unter anderem
Besichtigungen von Amman, Jerash oder Petra zur Wahl und Ausflüge nach
Madaba, ans Tote Meer oder zum Berg Nebo.

Angebote aus dem Zuwar-Programm können nur unter folgenden Bedingungen
gebucht werden: Flug mit Royal Jordanian nach Amman und weiter mit
Royal Jordanian an eine Drittdestination; Buchung und Bezahlung müssen
mindestens 48 Stunden vor Ankunft in Amman getätigt sein. Die Buchung
eines ZuwarStopovers vor Ort ist nicht möglich.   

SAM