Laut Janis Vanags, Vice President Corporate Communications, kann Air Baltic auf ein erfreulicheres Jahr 2012 zurückblicken als erwartet. Die genauen Zahlen liegen zwar noch nicht vor (sie werden in den kommenden Wochen veröffentlicht), doch das erste Halbjahr 2012 lässt hoffen. Zwar verbleibt die lettische Fluggesellschaft voraussichtlich in den roten Zahlen, der Verlust dürfte aber geringer ausfallen als befürchtet.
Im ersten Halbjahr 2012 steigerte die Fluggesellschaft den Umsatz um 8 % auf 104,7 Mio. Lats (CHF 180 Mio.), generierte aber dennoch einen Verlust von 22 Mio. Lats (CHF 38 Mio.). Im Vergleich zu 72 Mio. Lats Verlust im Jahr 2011 ist dies dennoch eine wesentliche Verbesserung der Zahlen.
Auch die ersten Monate 2013 verzeichnen erfreuliche Buchungszahlen. Das von CEO Martin Gauss initiierte Restrukturierungsprogramm «Air Baltic ReShape» scheint zu greifen. «Das Ziel für Air Baltic ist, 2014 den Break Even zu schaffen», so Gauss. Dennoch steht die lettische Airline weiterhin zum Verkauf und der Staat führt Gespräche mit unterschiedlichen Investoren. Vorangegangen war ein Streit mit dem privaten Investor Bertolt Flick mit dem Resultat, dass die lettische Regierung ihren Anteil von 52,6 auf 99,8% aufstockte.
Teil von «ReShape» bildet auch die Flottenmodernisierung. Im Dezember 2012 erfolgte die Bestellung von zehn Bombardier CSeries 300, ein Auftrag, der auf 764 Mio. US-Dollar geschätzt wird. Diese sollen die Maschinen des Typs Q400 Turboprop Next Gen ergänzen, die im Regionalverkehr eingesetzt werden. Die ersten Maschinen werden im vierten Quartal 2015 ausgeliefert. «Eine moderne und effiziente Flotte ist die Grundlage für ein erfolgreiches Airline-Geschäft und diese Bestellung ist für uns ein progressiver Schritt nach vorne», erklärt Gauss den Entscheid. «Damit erfüllen wir ein der in unserem Businessplan ReShape festgelegten Ziele, den Ersatz älterer Flugzeuge.» Eine Option auf weitere zehn Maschinen besteht.
Ausserdem wurdeN für den Sommerflugplan per 31. März sechs neue Destinationen vom Hub Riga aufgenommen: Olbia auf Sardinien, Rijeka in Kroatien, die tschechische Hauptstadt Prag, Larnaca auf Zypern, Heviz-Balaton in Ungarn sowie Malta. Ebenfalls wieder ins Sommerprogramm aufgenommen wurden acht weitere Destinationen am Mittelmeer, dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer.
Nathalie de Regt



