Schluss mit der Goldgräberstimmung in Alaska? (Ausgabe 2009-19)

In den amerikanischen Fachmedien ist es das Thema der Stunde: Die grossen Reedereien reduzieren 2010 ihre Kapazitäten in Alaska. Grund dafür ist der aktuelle, krisenbedingte Yield-Zerfall in diesem Revier (rund 80% der Alaska-Passagiere sind US-Amerikaner), die 2006 unter Protest der Reedereien in Alaska beschlossene Head Tax von 50 USD und verschärfte Umwelt-auflagen für die Cruiseliner.

In den amerikanischen Fachmedien ist es das Thema der Stunde: Die
grossen Reedereien reduzieren 2010 ihre Kapazitäten in Alaska. Grund
dafür ist der aktuelle, krisenbedingte Yield-Zerfall in diesem Revier
(rund 80% der Alaska-Passagiere sind US-Amerikaner), die 2006 unter
Protest der Reedereien in Alaska beschlossene Head Tax von 50 USD und
verschärfte Umwelt-auflagen für die Cruiseliner.

So soll die in Alaska mit ihren Marken Princess, Holland America und
Carnvial führende Carnival-Gruppe ihre Kapazitäten um 10% reduzieren.
Was Princess und Carnival angeht, kann Roman Pfister von Inter-Connect
Marketing in Zürich Kapazitätsstreichungen noch nicht bestätigen: «Die
Alaska-Routen sind im Moment noch nicht alle geladen.» Sonja Kostoulas
von Delphi Reisen, GSA von Holland America, hält fest, dass HAL auch
2010 mit acht Einheiten in Alaska kreuzen wird. Das Schiff Amsterdam
wird jedoch von Vancouver nach Seattle versetzt.

Ganz aus dem Alaska-Geschäft abgezogen wird bei Royal Caribbean Int.
die Serenade of the Seas (neu in der Karibik), sodass noch zwei
RCI-Schiffe in diesem Revier verbleiben, die Radiance und die Rhapsody
of the Seas. Auch NCL hat bekannt gegeben, dass 2010 die Norwegian Sun
nicht mehr
in Alaska kreuzen wird, dafür in Europa. Bei NCL verbleiben somit zwei Einheiten in Alaska (Norwegian Pearl und Star).

Im Markt Schweiz wollen die Kreuzfahrten-Anbieter nicht von einer
schwächelnden Alaska-Nachfrage sprechen und unterstreichen das
attraktive Preis-Leis-tungs-Verhältnis für diese
Cruise-Destination.   

BE