Schweiz-Flüge nur Frage der Zeit (Ausgabe 2010-51)

Die neue Schweiz-Verantwortliche von Air China hat sich ein klares Ziel gesetzt.

Gut 100 Tage ist Ying Wang nun als Sales Manager von Air China für den Markt Schweiz verantwortlich. Zusammen mit ihren fünf Mitarbeitenden (vier im Verkauf/Reservation/Ticketing und eine Buchhalterin) im Büro Zürich hat sie sich ein klares Ziel gesetzt: «Die Schweiz muss von Air China wieder online bedient werden. Das ist am Headoffice auf der Agenda, die Frage ist nur noch, ab wann. Wir hoffen, dass wir das nächste Ziel in Europa sind, und werden alles tun, um die Onlineanbindung zu pushen.» Gründe dafür gibt es genügend. Wang nennt die sehr guten Umsätze, welche Air China trotz Offlinestatus in der Schweiz generiert, und die überproportional vielen Buchungen für die Business Class. Wang: «Die Schweiz ist zwar klein, aber ein reiches Land. Entsprechend präsentiert sich auch die Nachfrage. Das ist für uns als Airline mehr als erfreulich und wir können auf unsere Zahlen wirklich stolz sein.» Gleichzeitig erwähnt sie, dass Air China dieses Jahr ein sehr gutes Jahresergebnis erreichen wird, nicht zuletzt auch dank einer guten Performance in Europa.

Die Schweiz ist das erste Auslands-engagement von Wang. Während sechs Jahren hatte sie am Hauptsitz in Peking eine leitende Funktion im Revenue Management Department, bevor sie nun im September in die Schweiz versetzt wurde, wo sie für sämtliche Bereiche im Markt zuständig ist und an die Europa-Zentrale von Air China nach Frankfurt rapportiert. 

Nach ihrer nun ablaufenden Einführungszeit hat sie sich vorgenommen, ab Januar 2011 die wichtigsten Partner in der Reisebranche zu besuchen, um den Markt Schweiz und die Anliegen des Vertriebs noch besser kennenzulernen. Zudem wolle sie die gute Kooperation mit der hiesigen Vertretung des Fremdenverkehrsamtes der VR China fortführen. Geplant ist demnächst unter anderem eine gemeinsame Werbeaktion im Hauptbahnhof Zürich.

Die im Schweizer Markt am meisten gebuchten Flüge führen über die Gateways Frankfurt und München sowie Mailand. Wang: «Ab Frankfurt fliegen wir nach Peking und Shanghai, ab München nach Peking und ab Mailand nach Shanghai, wobei die norditalieni-sche Metropole von Juni bis Oktober 2011 auch eine Peking-Verbindung bekommen wird. Neu, und für den Schweizer Markt interessant, sind auch die Flüge ab Düsseldorf nach Peking, die wir ab März 2011 drei Mal pro Woche und ab Juni vier Mal pro Woche anbieten werden, alle ebenfalls mit guten Zubringerverbindungen.»

Urs Hirt