Paul Leyh, Direktor des Secure-Flight-Programms, versichert, dass die Daten nach sieben Tagen gelöscht werden. Wenn die Airline die Daten an Secure Flight übermittelt, erhält sie innert 72 Stunden eine Identifizierung des Passagiers und kann die Bordkarte ausstellen oder auch nicht.
Der Abgleich erfolgt mit verschiedenen Watchlists. Auf der «Selectee List» sind Personen, welche einer strengeren Kontrolle zu unterziehen sind, während auf der «No-Fly-List» Personen sind, welche auf keinen Fall an Bord des Flugzeugs gelangen dürfen; auf der «Cleared List» sind jene Personen, welche ähnliche Namen oder ähnliches Ausse-hen wie Verdächtige haben, aber im Redress-Programm als «unverdächtig» deklariert sind. Zu Letzterem erklärt Leyh: «Dank dem Redress kommen falsch identifizierte Personen schnell auf die Cleared List.» Wer falsch identifiziert wurde, muss online unter www.dhs.gov/trip ein Formular ausfüllen. Das «Travelers Redress Inquiry Program» (TRIP) des Department of Homeland Security (DHS) sorgt dafür, dass die entsprechende Person eine sogenannte Redress-Nummer erhält und auf die «Cleared List» kommt. Leyh hält fest, dass nicht Secure Flight die Listen erstellt und verwaltet, sondern das FBI.
Und was geschieht bei kurzfristigen Buchungen? «Diese kommen zuoberst auf die Abgleichungslisten», so Leyh. Ein Abgleich erfordert vier Sekunden. Bei rund 2,5 Mio. Abgleichen täglich wird dank Secure Flight speditiv und praktisch fehlerfrei vorgegangen.
Genau genommen gibt es Secure Flight seit Dezember 2008. Seit Oktober 2009 müssen alle Airlines, welche in, via oder über die USA fliegen, bereits das API verlangen. Bis Ende 2010 sollen alle Airlines Daten an Secure Flight übermitteln. Bei US-Airlines, welche 90% des US-Verkehrs abwickeln, ist dies bereits der Fall; einige internationale Carrier sind noch mit der Implementierung beschäftigt. Infos gibt es auf www.tsa.gov.



