Im Rahmen von Secure Flight sind die Airlines verpflichtet, drei Daten pro Passagier bis spätestens 72 Stunden vor Abflug an die amerikanische Transportation Security Administration (TSA) zu übermitteln. Die Airlines haben die Reisebüros darüber informiert allerdings offenbar so unverständlich, dass der Eindruck entstehen konnte, dass das Reisebüro die Daten übermitteln soll, wozu laut TSA-Vorgaben keine Verpflichtung besteht. «Eine Aufforderung zur Unterstützung durch die Vertriebspartner, wie sie von einigen Fluggesellschaften derzeit gefordert wird, kann aus unserer Sicht nur durch ein entsprechendes Vergütungsangebot geleistet werden», sagt Otto Schweisgut, Vorstandsmitglied des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und Vorsitzender des DRV-Flugausschusses. Laut ihm haben einige Fluggesellschaften angekündigt, Buchungen ohne erfasste Secure-Flight-Daten zu streichen oder die Ticketausstellung zu unterdrücken.
Das stiftet Verwirrung im ohnehin schon undurchschaubaren Dschungel an Einreise-Anforderungen in die USA. Zur Erinnerung: Auch ESTA und APIS müssen ausgefüllt sein, Erstere entweder vom Endkunden selbst oder durch das Reisebüro, Letztere durch die Airline. Es scheint aber laut Schweisgut so, als ob Airlines die Secure-Flight-Datenerfassung gleich im Rahmen der Buchung an die Reisebüros «abtreten» wollen.
In der Schweiz beobachtet der Reisebüro-Verband das Geschehen. SRV-Geschäftsführer Walter Kunz: «Wir bearbeiten das Thema momentan innerhalb der ECTAA und auch mit den deutschsprachigen Nachbarländern. Sobald ich mehr weiss, werden wir sicherlich unsere Mitglieder orientieren.»



