Sieht so der neue Economy-Sitz aus? (Ausgabe 2013-10)

Seit den 60er-Jahren hat sich das Produkt in Economy Class vom Design her nicht radikal verändert. Der persönliche Freiraum ist knapp, erst recht, wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten klappt. Viele Economy-Stühle sorgen bei Passagieren für Rücken- und Nackenschmerzen sowie bei mangelnder Bewegung für schlechte Durchblutung.  Mit all dem will ein Ingenieur aus Kuala

Seit den 60er-Jahren hat sich das Produkt in Economy Class vom Design her nicht radikal verändert. Der persönliche Freiraum ist knapp, erst recht, wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten klappt. Viele Economy-Stühle sorgen bei Passagieren für Rücken- und Nackenschmerzen sowie bei mangelnder Bewegung für schlechte Durchblutung. 

Mit all dem will ein Ingenieur aus Kuala Lumpur aufräumen. Sein Projekt «Airgo» hat viel Aufmerksamkeit von Airlines und Flugzeugbauern erhalten. Es geht um eine radikale Abkehr vom bisherigen Modell: Airgo bietet jedem Passagier ein persönliches Overhead-Compartment für das Handgepäck, an welchem auch gleich das Esstablett und ein Unterhaltungsbildschirm montiert sind, welche mobil bewegt, sprich benutzt oder weggestaut, werden können. Schmale, aber ergonomische Sitze im Liegestuhllook sorgen für Komfort und verfügen über elektronische Verstellmöglichkeiten zur Anpassung an die Bedürfnisse des Passagiers.

Zwar werden mit Airgo bis zu 16 % mehr Platz als bei bisherigen Economy-Bestuhlungen beansprucht, was ein Problem bei der Vermarktung sein könnte, doch die Vorteile beim Passagiererlebnis sind unbestritten. Die Sitze wären bei der Herstellung wesentlich günstiger und dabei auch leichter als herkömmliche Economy-Sitze. Das könnte aus Airlinesicht den Verlust an Sitzplätzen kostenseitig aufwiegen.

JCR