Ende August hat der deutsche Studienreiseveranstalter Studiosus sein neues
Provisionsmodell für das Jahr 2009 vorgestellt, das als Neuerung die Festschreibung der Konditionen über drei Jahre erlaubt.
Die Reaktionen aus der Schweiz auf das Modell seien wohlwollend, sagt
Managing Director Guido Wiegand: «Wir haben bisher sehr positive
Rückmeldungen auf unser Provisionsmodell erhalten. Traditionell nutzen
die Schweizer Agenturen jedoch nicht alles, was ihnen Studiosus bietet,
und lassen sich dadurch mögliche Provisionen entgehen.»
Um von der Provisionsgarantie über drei Jahre zu profitieren, muss sich
das Reisebüro im neuen Premium-Partner-Modell engagieren. Dieses beruht
auf der Idee der gegenseitigen Investition, um gemeinsam den Umsatz zu
erhöhen. Das Modell offeriert bis zu 1,5% Zusatzprovision, anders als
beim bereits bekannten Partnerbonus ist kein Mindestumsatz
erforderlich. Bedingung ist die Teilnahme an einer Reihe von
Massnahmen, im Zuge derer zwei designierte Reisebüromitarbeiter zu
«Studiosus-Experten» ausgebildet werden. Im Gegenzug verpflichtet sich
Studiosus zu hohen Investitionen in die Verkaufsunterstützung.
Nicht nur die Agenturen, sondern auch die Kunden in der Schweiz
verhalten sich nicht identisch mit jenen in Deutschland. Zu den
Präferenzen der Schweizer sagt Wiegand: «Gut angenommen werden sowohl
Studienreisen von Studiosus als auch Entdeckerreisen von Marco Polo. Im
Trend liegen bei Studiosus u. a. Zypern, Malta, das Baltikum und
Island. Die Nachfrage nach Nahost von Ägypten bis Syrien ist bei
Studiosus und Marco Polo auf sehr hohem Niveau. Weiterhin gut
nachgefragt sind auf der Fernstrecke bei beiden Marken Mittel- und
Südamerika sowie Südostasien, in Afrika insbesondere Namibia.»
Wie bei allen Veranstaltern haben sich auch bei Studiosus die
Olympischen Spiele negativ auf die China-Nachfrage aus der Schweiz
ausgewirkt, räumt Wiegand ein: «Rückläufig ist insbesondere das
China-Geschäft.»
Ein Thema auch bei Studiosus sind die Treibstoffkosten:
«Studiosus-Gäste möchten eine verlässliche Leistung zu einem
verlässlichen Preis. Insofern ist die laufende, nicht die einmalige,
Erhöhung der Kerosinzuschläge auch ein Thema für unsere Kunden
gewesen», erklärt Guido Wiegand, fügt aber an: «Die Zuschläge sinken
jedoch derzeit wieder. Das gibt Anlass zur Hoffnung.»
Zum Geschäftsgang 2008 will Wiegand noch keine konkreten Aussagen
machen: «Es sieht danach aus, dass die Saison 2008 eine gute Saison
sein wird.»
Sara Marty
Kultimer und Cultimo
Kultimer, das Programm von Studiosus für Kurzreisen zu
kulturellen Events in der ganzen Welt, wurde 2005 eingeführt. Seither
wurden jährlich Zuwächse im hohen zweistelligen Bereich registriert.
Kultimer erscheint alle zwei Monate neu und wird an jeweils rund 250000
Haus-halte versandt. Im Frühjahr dieses Jahres hat Kuoni in der Schweiz
zwei neue Kataloge für Kultur- und Studienreisen aufgelegt; Cultimo und
Ananea. Die frappante Ähnlichkeit von Cultimo mit Kultimer ist auch am
Hauptsitz von Studiosus in München nicht unbemerkt geblieben: «Diese
Ähnlichkeit ist uns nicht entgangen. Wir sehen sie als grosses
Kompliment an unseren beliebten Kultimer», kommentiert Managing
Director Guido Wiegand trocken.
SAM



