Seit dem 4. Juni gibt es eine Alternative zu den drei täglichen Direktflügen von Swiss nach Athen. Der griechische Carrier Aegean Airlines verbindet vorerst viermal wöchentlich (Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag) Zürich linienmässig mit Athen (Abflug 11.00, Ankunft 14.40). «Es ist vorgesehen, im Winter auf fünf Rotationen zu erhöhen und den Sonntagsflug abends anzusetzen», sagt Dirk Steffensen, Int. Sales Manager Germany & Central Europe von Aegean. Der Start sei geglückt, die Auslastung hoch, reichte Thomas Welti vom GSA Airline- & Tourism Center am Welcome des Eröffnungsfluges nach.
Saisonal fliegt Aegean zudem zweimal wöchentlich von Zürich nach Heraklion (Mittwoch, Samstag) und einmal wöchentlich nach Rhodos (Samstag); auf diesen Flügen haben Veranstalter Teilkontingente. Auch ab Genf wird Athen viermal wöchentlich bedient, womit Aegean in diesem Sommer auf elf Schweiz-Flüge pro Woche kommt. «Diese Aufstockung des Angebots entspricht dem Potenzial, das wir im Markt Schweiz erkennen», sagt Steffensen. Ob allenfalls im nächsten Sommer auch Thessaloniki ab Zürich angeflogen wird, ist in Abklärung Swiss hat ja diese Strecke diesen Sommer wieder aufgenommen.
Bedauert wird bei Aegean, dass mit Star-Alliance-Partner Swiss kein Code-share-Abkommen zustande kam. «In Deutschland gibt es ein solches Abkommen mit Lufthansa, was die Hubs Frankfurt und München zu gegenseitigem Vorteil positioniert», sagt Steffensen. Bei Swiss hält man zum Thema fest, dass man nicht mit jeder Airline innerhalb der Star Alliance aus Prinzip ein Codshare eingehe. «Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keinen kommerziellen Mehrwert einer Codeshare-Operation mit Aegean gesehen, und dies wurde unseres Erachtens nach auch mit Verständnis aufgenommen», sagt Sprecherin Susanne Mühlemann.
Zum Einsatz kommen bei Aegean vor allem Flugzeuge des Typs A320, nach Athen mit Business-Class-Konfiguration. In der Economy Class bietet Aegean die zwei Tarifsysteme «Go Light» (Umbuchungsgebühr, nur ein Handgepäck) und «Flex» (umbuchbar, ein Handgepäck und ein Gepäckstück bis 23kg). «Geschäftsreisende fliegen vor allem zielrein nach Athen, Ferienreisende nutzen Athen oft als Hub für innergriechische Anschlussflüge», sagt Steffensen. Hier kommt vor allem Inland-Carrier Olympic Air, seit Oktober 2013 eine 100%-Tochter von Aegean, mit ihren Bombardier-Maschinen zum Einsatz.
Die börsenkotierte Aegean kam im letzten Jahr auf 6,8 Millionen Passagiere (+12%), operierte profitabel und setzt einen vorsichtigen Expansionsplan um: Die Flotte, eine der jüngsten in Europa, wird in diesem Jahr auf 50 Fluggeräte aufgestockt, angeflogen werden im Kurz- und Mittelstreckenbereich bereits 87 Destinationen in 32 Ländern; mit Chania wurde eben die achte innergriechische Basis eröffnet. Und: «In der Skytrax-Umfrage resultierte Aegean erneut als beste Regionalfluglinie Europas», freut sich Steffensen über die Anerkennung von Aegean als Service-orientierter Qualitätscarrier.
Beat Eichenberger



