Tabarka ist nur eine der Trouvaillen von Xenotours in Tunesien (Ausgabe 2009-05)

Geschäftsführer Karl Hochstetter will die Stärken von Xenotours besser ausspielen.

Die Begeisterung ist spürbar, wenn Karl Hochstetter, Geschäftsführer
von Xenotours, über Tunesien spricht. Darum glaubt man ihm auch ohne
Zögern, dass seine persönlichen Tunesien-Highlights genau jene von den
Massen (noch) unberührten Nischen sind, die Xenotours verkauft. Denn
obgleich Tunesien in der Schweiz in erster Linie für Badeferien in
Djerba und Hammamet bekannt ist, setzt Xenotours ganz auf die
Spezialistenkarte. Da die Zahl der Kunden, welche das gewisse Etwas
suchen, gross ist und noch wächst, gehe diese Strategie auf.

Doch übt Hochstetter auch Selbstkritik: «Allerdings stelle ich fest,
dass wir genau diese unsere Stärke bis heute viel zu wenig nach aussen
getragen haben. Bis anhin haben wir weder Reisebüros noch Direktkunden
genügend über unsere Trouvaillen informiert.» Das wird nun schleunigst
geändert: «Genau hier werden wir ab heute einhaken und diese Stärken in
den Vordergrund stellen.» Etwa 20 Prozent der Kunden würden aktuell auf
die speziellen Angebote zurückgreifen; ein Prozentsatz, den Karl
Hochstetter markant zu steigern gedenkt.

An die prognostizierte Krise glaubt Hochstetter nicht: «Der Knopf wird
sich in wenigen Wochen lösen.» Ja, 2009 könnte sogar ein richtiges
Tunesien-Jahr werden: «Tunesien wird als Nahziel Europas – dabei aber
ausserhalb des teuren Euros – ohnehin profitieren. So wie die Türkei
und Ägypten wohl auch.» Dass bei Xenotours seit Neujahr die Nachfrage
spürbar zugenommen habe, gibt ihm zusätzlich Auftrieb.

Seit zwei Jahren wirbt Xenotours intensiv in der Region Bern; ein
Ansatz, an dem Hochstetter festhalten will, weil der Flughafen
Bern-Belp noch grosses Potenzial hat: «Der Abflug in Bern hat derart
viele Vorteile, dass sich das Einzugsgebiet der Kunden problemlos
erweitern liesse.» Daran wird nun gearbeitet: «Im Februar und März
werden wir deshalb etliche Frühstücks-Workshops veranstalten – zusammen
mit dem Flughafen und den meisten TOs, welche ex Bern Flüge anbieten.
Die Workshops richten sich an Agenten aus Aarau, Biel, Freiburg,
Luzern, Neuchâtel, Solothurn.»

Dabei läuft die Zusammenarbeit mit anderen TOs nicht immer reibungslos.
So hat M-Travel Switzerland Tabarka als Charterdestination entdeckt.
Keine einfache Situation für Hochstetter: «Natürlich war ich anfänglich
vom Alleingang Hotelplans mit Flügen ex Zürich etwas schockiert. Ich
hätte an diesen Flügen gerne partizipiert. Eigentlich wollte Hotelplan
mit uns Tunesienflüge ex Bern entwickeln, doch die dortige Hausmacht
Kuoni hat HP zurückgepfiffen.»

In der Zwischenzeit hat er aber die positiven Nebeneffekte der neuen
Konkurrenzsituation entdeckt: «Tabarka ist auf dem Markt immer noch ein
No-Name. Der Einstieg des Multis macht Tabarka stärker – und hilft uns
somit auch.» Auch profitiert Xenotours von dem jahrelangen
Wissensvorsprung und hat sein Angebot durchleuchtet und ausgebaut. Last
but not least «sind unsere Angebote wie Rundreisen, Wanderungen,
Tauchen, Golfen so angelegt, dass die liebe Konkurrenz davon
profitieren kann», sagt der findige Geschäftsmann Hochstetter: «Denn
diese Angebote sind allesamt als NurLand-Arrangement und jederzeit ab
nur 2 Teilnehmern schon buchbar – unabhängig woher der Kunde kommt!»