Türkei: Sommergeschäft in Gefahr? (Ausgabe 2013-24)

Die Schweizer Branche spürt noch keine Folgen der Demonstrationen.

Seit Ende Mai kommt es in gewissen Vierteln einiger türkischer Grossstädte zu teilweise gewaltsam von der Polizei unterbundenen Demonstrationen der Gegner des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Ist nun das Sommergeschäft in Gefahr? 

Laut Pinar Bilgen (FVA Türkei in Zürich), habe sich die aktuelle Situation noch nicht auf das Geschäft ausgewirkt: «Die Türkei hat sich bei den Schweizer Gästen als beliebtes und sicheres Reiseziel etabliert. Wer in Istanbul Attraktionen wie die Sultan-Ahmed-Moschee besuchen will, kann das risikofrei tun.»

Bei Hotelplan Suisse und TUI Suisse sind bis Anfang Woche noch keine Stornierungen eingegangen, bei Kuoni wird von «einer Hand voll» Annullationen gesprochen, wobei die Zahl der Neubuchungen überwiege. Bentour-Swiss-Chef Deniz Ugur stellt zwar keine Auswirkungen auf das Badeferiengeschäft fest, in Istanbul könnte es aber zu Einbussen kommen. «Das hängt stark von der Entwicklung der Situation vor Ort ab.»

Die Lage beobachten auch Costa und MSC Kreuzfahrten. Noch werde am Türkei-Programm festgehalten, doch man sei bereit, Routen und Ausflugsprogramme bei Bedarf zu ändern, teilt etwa MSC mit.

Simon Benz