Herr Michaelsen, wie zufrieden sind Sie mit dem Schweizer Markt in den ersten vier Monaten des Jahres?
Wir sind sehr zufrieden. Insgesamt haben wir allein im ersten Quartal 2011 fünfstellige Pax-Zahlen erreicht mit Ab-in-den-Urlaub.ch und unserer Beteiligungsgesellschaft Travel24.ch.
Werden Sie Ihr Ziel, 2011 in der Schweiz einen Umsatz im guten zweistelligen Millionenbereich zu erzielen, erreichen?
Ja, wir sind auf einem sehr guten Weg.
Ist es immer noch so, dass rund die Hälfte der Buchungen nicht online, sondern über das Call Center abgewickelt werden?
Wir haben auf der Website eine gute Conversion, und dazu erreichen wir eine Verdoppelung der Umsätze über unser Service Center in Basel. Wir führen dies auch auf den sehr guten Service und die Kompetenz der Travianet-Mitarbeiter zurück. In Basel arbeiten derzeit fest sechs Mitarbeiter.
Wie weit sind Sie mit Ihren Plänen, Französisch sprechendes Personal anzustellen und Flüge ab Genf anzubieten?
Es ist beides bereits passiert. Zudem bieten wir in Kürze französischen Veranstalter-Content an sowie die komplette Website in französischer und italienischer Sprache.
Wird in der Schweiz hauptsächlich auf Travel24 oder mehr auf Ab-in-den-Urlaub gebucht?
Das hält sich zwischen unserer Beteiligungsgesellschaft Travel24 und Ab-in-den-Urlaub in etwa die Waage.
Welche Schweizer TOs sind mittlerweile auf Travel24?
Auf Travel24.ch haben wir inzwischen fast alle Schweizer Veranstalter eingebunden, bei einigen sind wir noch dabei. Eine Übereinkunft mit Kuoni existiert nicht.
Buchen die Schweizer Kunden mehr Schweizer TOs oder nach wie vor die deutschen?
Nach wie vor liegt der überwiegende Teil bei den deutschen Veranstaltern.
Werden in der Schweiz hauptsächlich Pauschalreisen gebucht oder auch andere Leistungen?
Wir verkaufen ganz überwiegend Pauschalreisen.
Mit Travel24.ch sind Sie Erstkunde von Tourport von Partners Software. Wie sind die Erfahrungen?
Jedes neues Projekt ist mit Anfangsschwierigkeiten verbunden, dennoch bewerten wir die Partnerschaft mit Partners positiv. Die Zahl der Buchungen wächst und wird nach unseren Erwartungen in den kommenden Monaten deutlich zulegen. Dazu trägt unter anderem eine weitere deutliche Verbesserung der Tourport-Appli–ka-tion beitragen. Partners hat in der Schweiz historisch gute Beziehungen insbesondere mit Veranstaltern und ebenso zu Cets, was für eine Zusammenarbeit in diesem wichtigen Markt spricht.
Werden Sie die Intensität der TV-Werbung in der Schweiz weiterhin hoch halten?
Ab dieser Woche werden wir unsere Kampagne sogar noch etwas verbessert, mit dem Schwerpunkt auf der Prime Time, schalten.
Wie sieht es aus mit Mitgliedschaften bei einer Schweizer Kundengeldabsicherung und beim Schweizerischen Reisebüro-Verband?
Gut Ding will Weile haben. Wir arbeiten an beidem.
Mussten Sie auf Ab-in-den-urlaub.ch etwas verändern oder müssen Sie dies noch tun, nachdem das SECO interveniert hat?
Wir haben inzwischen die Preisdarstellung auf der Beteiligungsgesellschaft Travel24.ch geändert und werden dies auch auf Ab-in-den-urlaub.ch umsetzen. Wir glauben, damit der Schweizer Preis- und Abgabeverordnung genüge zu leisten. Zudem arbeiten wir daran, das komplette Produkt auf Agentur-inkasso umzustellen, um die Zahlung in CHF zu gewährleisten.
Chris Probst



