Stefan Leser, CEO Kuoni Schweiz
Wie hat sich das TO-Geschäft über die neun Monate seit Jahresbeginn bezüglich Umsatz, Passagieren und Margen entwickelt?
In den ersten 6 Monaten konnte der Umsatz um 5,5% gesteigert werden. Dazu beigetragen haben unter anderem die Marke Kuoni und die Tochtergesellschaften sowie eine Steigerung der Verkäufe über das eigene Vertriebsnetz. Unter den Erwartungen lagen die margenschwächeren Angebote von Helvetic Tours und Reisen Netto wegen geringerer Nachfrage nach Pauschalreisen. Trotz weniger Flugsitze als im Vorjahr führte dies zu Überkapazitäten. Die Zahlen für Juli bis September wurden von der börsenkotierten Kuoni-Gruppe noch nicht veröffentlicht.
Welche Ziele standen im Laufe dieses Jahres stark und welche eher weniger in der Gunst der Kunden?
Die beliebtesten Destinationen waren diesen Sommer die griechischen Inseln und Spanien, hier vor allem die Kanarischen Inseln. Auf der Langstrecke gehören die Malediven, Thailand und Ostafrika zu den Gewinnern. Weniger gefragt waren dieses Jahr Italien und Bulgarien in Europa und Kuba in Übersee. Kuba leidet vor allem unter höheren Preisen, da hier in Euro eingekauft wird. Andererseits profitiert in der Karibik die Dominikanische Republik, deren Leistungen in US-Dollar abgerechnet werden. Davon profitieren die Kunden.
Wie haben sich bisher die Buchungen für den bevorstehenden Winter (ab 1. November) angelassen?
Die Buchungen sind sehr erfreulich angelaufen. Vor allem die Malediven, Südostasien, Australien/Ozeanien, Ost- und Südafrika, Arabien, die USA und die Dominikanische Republik liegen über Vorjahr. Auf der Kurzstrecke sind Ägypten und Marokko deutlich im Plus. Auch die Kanarischen Inseln sind gefragt. Zudem machen die Schiffsreisen auch diesen Winter weiterhin viel Freude. Auch qualitativ hochwertige Reisen werden gut gebucht. Dies spüren wir besonders für das Weihnachtsgeschäft.
Peter Spring, Leiter Hotelplan Schweiz
Wie hat sich das TO-Geschäft über die neun Monate seit Jahresbeginn bezüglich Umsatz, Passagieren und Margen entwickelt?
Das TO-Geschäft liegt im Geschäftjahr 2007 bei den Passagieren und beim Umsatz auf Vorjahresniveau. Die Marge liegt aufgrund von leicht tieferen Kapazitäten über dem Vorjahr. Die Langstrecken, die Kreuzfahrten, die Städtereisen und der Flight Shop haben umsatzmässig am besten abgeschlossen. Easy erreichte die guten Vorjahreswerte, M-Travel und Esco liegen aufgrund der Aufgabe der Langstrecken unter dem Vorjahr.
Welche Ziele standen im Laufe dieses Jahres stark und welche eher weniger in der Gunst der Kunden?
Spanien hat 2007 erneut Umsatz eingebüsst, liegt aber immer noch unangefochten vor Griechenland und Tunesien an der Spitze. Ägypten und die Türkei verzeichneten erfreuliche Zuwächse. Bei den Langstrecken waren die Malediven, Thailand und Indien besonders gut nachgefragt. Ebenfalls zugelegt haben die USA, wogegen Kanada das hohe Vorjahresniveau nicht ganz halten konnte. Unter den Erwartungen blieb die Karibik. Bei den Städtereisen waren Paris und die Freizeitparks besonders erfolgreich, aber auch London und Berlin haben zugelegt.
Wie haben sich bisher die Buchungen für den bevorstehenden Winter (ab 1. November) angelassen?
Wir sind mit dem Start in die Wintersaison sehr zufrieden. Umsatz und Passagiere liegen gut zweistellig im Plus. Alle Regionen der Langstrecke, wiederum die Städte- und Schiffsreisen und auch Esco verzeichnen den grössten Umsatzzuwachs. Asien ist besonders erfreulich, aber auch die Karibik, die USA und Kanada sind sehr gut gestartet. Bei den Mittelstrecken ist das Rote Meer deutlich besser gebucht als die Kanarischen Inseln. Auch Globus-Reisen verzeichnet mit dem Erscheinen des zweiten Magalogs einen deutlichen Umsatzsprung.
Thomas Stirnimann, CEO Travelhouse
Wie hat sich das TO-Geschäft über die neun Monate seit Jahresbeginn bezüglich Umsatz, Passagieren und Margen entwickelt?
Das TO-Geschäft der Travelhouse Spezialisten liegt im einstelligen Prozentbereich im Plus. Im Zuge der Systemumstellung können wir keine Angaben über die Entwicklung der Passagierzahlen machen. Betreffend Margen haben wir unsere Erfolgszahlen nie publiziert. Grundsätzlich sind wir mit der Entwicklung zufrieden, mussten unsere treuen Reisebüros doch mehrheitlich telefonisch bei uns buchen. Mit der Einführung von Da Vinci/Cets haben wir für das neue Geschäftsjahr eine wesentliche Qualitätsverbesserung in Aussicht, worauf wir uns sehr freuen.
Welche Ziele standen im Laufe dieses Jahres stark und welche eher weniger in der Gunst der Kunden?
Die Gewinner des ablaufenden Jahres waren die USA, Thailand, Indochina, Australien, Indischer Ozean, Arabien, Indien, Griechenland und Kreuzfahrten. Weniger in der Gunst der Kunden standen Kanada, China, Italien, Spanien und Portugal. Grundsätzlich sind die Travelhouse Spezialisten im Überseebereich gewachsen, hingegen haben wir aufgrund der schlechten elektronischen Buchbarkeit im Europageschäft Marktanteile verloren. In diesem Geschäft wiegt die einfache Buchbarkeit sehr schwer.
Wie haben sich bisher die Buchungen für den bevorstehenden Winter (ab 1. November) angelassen?
Die kommende Wintersaison ist viel versprechend angelaufen, obschon es für eine aussagekräftige Bilanz zu früh ist. Besonders im Trend scheinen abermals Asien, die Karibik, Australien, Indischer Ozean, Arabien, Afrika und Kreuzfahrten zu sein. Tendenziell ist die Nachfrage nach qualitativ hoch stehenden Produkten sehr gross. Auch unsere Schritt für Schritt verfügbare Cets-Buchbarkeit hilft sehr, die Umsätze im Moment schön wachsen zu lassen. Wir freuen uns auf die neue Saison und bedanken uns für die Unterstützung seitens der Agenten.
Martin Wittwer, CEO TUI Suisse
Wie hat sich das TO-Geschäft über die neun Monate seit Jahresbeginn bezüglich Umsatz, Passagieren und Margen entwickelt?
Für das gesamte Jahr 2007 liegt der Buchungsstand für alle Veranstaltermarken von TUI Suisse im Moment rund 20 Prozent über dem Vorjahresstand. Der Auftragsbestand in den eigenen TUI Reise Center liegt rund 5 Prozent über dem letztjährigen Niveau. Die Kunden schätzen eine fachkundige, seriöse Beratung. Das Reisebüro kann sich damit gegenüber dem Internetverkauf, der ebenfalls wächst, einen Vorteil verschaffen.
Welche Ziele standen im Laufe dieses Jahres stark und welche eher weniger in der Gunst der Kunden?
Badeferien (Pauschalreisen): Gut nachgefragt wurden Spanien (Festland und Inseln), Griechenland (Festland und Inseln), Zypern, Ägypten, Tunesien und die Türkei (welche den Rückschlag des Vorjahres ausgeglichen hat). In der Entwicklung zurückgeblieben ist Bulgarien. Destinationsunabhängig verzeichnen wir auch bei den Familien- und Clubferien (z.B. Robinson oder Magic Life Club) eine Steigerung.
Fernreisen (Individual- und Pauschalreisen): Stark waren USA, Kanada, Südafrika, Indischer Ozean und Asien. Bei den Städtereisen waren es verschiedene Ziele.
Wie haben sich bisher die Buchungen für den bevorstehenden Winter (ab 1. November) angelassen?
Das Preis-Leistungsangebot aller Marken stimmt. Der Buchungsstand entwickelt sich im Rahmen der Erwartungen erfreulich.
Chris Probst



