Verhaltener Optimismus für das Segement der Geschäftsreisen (Ausgabe 2012-06)

Im letzten Jahr stieg die Zahl der über Airplus abgewickelten Flugbuchungen in der Schweiz um elf Prozent.

Trotz unsicherer Wirtschaftsperspektiven dürfte das Geschäftsreiseaufkommen im laufenden Jahr stabil bleiben. Zu diesem Schluss kommt die neue Studie von Airplus, die bei 1700 Reiseverantwortlichen in 20 Ländern (inkl. Schweiz) durchgeführt wurde. Global gehen 53% der Travel Manager davon aus, dass sich die Reisehäufigkeit 2012 nicht verändern wird, 35% gehen von einer Zunahme aus, nur 11% rechnen mit einem Rückgang. In der Schweiz sind 31% der Befragten von einem steigenden Reiseverhalten überzeugt.

Gleichzeitig glauben 40% der Befragten, dass die Reisekosten steigen werden. Ein Hauptgrund dürfte sein, dass Airlines weltweit weniger Rabatte bzw. Nettoraten abgeben, sodass weniger Unternehmen Verträge über Firmenraten abschliessen. In der Schweiz glauben nur 17,5% der Travel Manager, dass Corporate Net Rates Einsparungen bringen. «Spot Buying über IBE oder Internet zu Tagestarifen gewinnt weiter an Bedeutung», so Patrick Diemer, CEO Airplus International. 

2011 wickelte Airplus die Bezahlung von global 6% mehr Flugreisen ab, in der Schweiz lag die Zahl der über Airplus bezahlten Tickets gar 11% über dem Vorjahr. Weltweit sind die (über Airplus abgerechneten) durchschnittlichen Flugpreise von EUR 525 (2010) auf EUR 543 (2011) gestiegen, während in der Schweiz entgegen dem Trend ein Rückgang von CHF 1017 (2010) auf CHF 976 (2011) zu beobachten war. «Es wurde mehr geflogen, wegen der Währungsentwicklung aber billiger», fasst Klaus Stapel, Managing Director Airplus Schweiz, zusammen. 

Mit Blick auf die Trends im Segment der Geschäftsreisen stehen gemäss der Airplus-Studie die Themen Mobile Solutions, Zusatzgebühren und Benchmarking im Fokus. In der Schweiz nutzen bereits 59% der Unternehmen mobile Technologien im Travel Management. Airplus entwickelt nun eine mobile Bezahllösung, wo das Smartphone als Kreditkarte dient.  

Vermehrt in die Budgetplanung integriert werden die Zusatzgebühren im Bereich Flug oder die Kreditkartengebühren. «Mit dem Airplus Ancillary Fee Reporting entwickeln wir die erste Branchenlösung weltweit für Zusatzgebühren; diese wird in einem ersten Schritt in den USA lanciert», so Stapel. Im Zusammenhang mit dem geforderten Benchmarking gewinnt die Analyse der Reiseausgaben weiter an Gewicht. Hier soll der Airplus-Prototyp Travel Metrics eine neue Methode bieten.

Beat Eichenberger