Xenotours pflegt Spezialistentum (Ausgabe 2010-04)

Die Stosskraft eines so vielfältigen Flugangebots wie noch nie soll Tunesien beflügeln.

Tunesien ist nah, Tunesien ist günstig, also wollen alle nach Tunesien?
Ob diese Schlussfolgerung stimmt? Nicht ganz: Auch der
Tunesien-Spezialist Xenotours bekam das zurückhaltende Reiseverhalten
der Schweizer zu spüren. Dennoch räumt Geschäftsführer Karl W.
Hochstetter ein, dass 2009 ein «gar nicht mal so schlechtes Jahr war.
Nach dem zögerlichen Buchungsverhalten in den ersten Monaten war der
Herbst eigentlich wieder ganz gut. Und der Winter – der noch nie
besonders bedeutend war – ist sogar sehr gut: Von November bis März
verzeichnen wir eine Steigerung der Buchungen von 80 Prozent. Das liegt
daran, dass wir unser Angebot stark auf Rundreisen und Kameltrekkings
verlagert haben.»

Auch in den Sommer 2010 blickt Hochstetter zuversichtlich: «Er
entwickelt sich sehr gut.» Nebst der Tatsache, dass Tunesien ein
preiswertes Ferienland ist, dürften nicht zuletzt auch die Vielfalt der
Fluglösungen zum Erfolg beitragen. «Ich bin stolz, sagen zu können,
dass wir zum ersten Mal auf allen Flügen dabei sind, und zwar mit
demselben Preisniveau wie die Grossen!»

Dazu bietet Xenotours natürlich wieder die bewährten Exklusiv-Flüge mit
Sky Works Airlines ab Bern-Belp sowie dieses Jahr neu einen Flug ab
Basel-Mulhouse an. Diese Zusatzkette mit Air France beginnt am 11.
September und endet mit dem letzten Flug am 23. Oktober. «Die ganze
Länge traue ich mir noch nicht zu», so Hochstetter fast entschuldigend.

Auch die Kette ab Bern ist kürzer als die letzten Jahre. Aus gutem
Grund, wie Karl Hochstetter erklärt: «Zusammen mit Kuoni und Aaretal
fliegen wir ab März bis Ende Oktober nach Enfidha. Das ist für uns neu,
für eine ganze Saison ein Charterrisiko einzugehen, aber ab Bern
getrauen wir uns das.»

Weiter hebt er die Flüge ab Genf und Zürich nach Tunis hervor: «Die
Kombination Tunis-Tabarka ist sehr attraktiv. Darum haben wir auch die
Preisliste neu gestaltet, damit es besser verkaufbar wird. Zwar ist ein
dreistündiger Transfer nötig, dieser lässt sich aber gut als Ausflug
gestalten, denn die Fahrt geht durch sehr schöne Landschaften. Unsere
Schweizer Reiseleiterin begleitet die Gäste immer auf diesem Transfer
und kümmert sich auch gleich um alle Formalitäten.»

Neben Tabarka als «Steckenpferd Nr. 1» wird Hochstetter dieses Jahr die
Xenotours-Individualreisen stark bewerben. «Wir bieten praktisch alle
Rundreisen bereits ab zwei Personen an. Dieses Konzept schlägt richtig
gut ein; das bauen wir weiter aus.» Unterstützung dabei dürfte eine
künftige Fluglösung bringen: Direktflüge nach Tozeur. «Je nachdem, wie
sich die Sommerbuchungen entwickeln, kommt der Flug, wahrscheinlich
eine Dreiecksverbindung Genf–Zürich–Tozeur, vielleicht bereits nächsten
Winter zustande.»

Sara Marty

Senegal, ein «gesundes Produkt»
Im November hat Xenotours-Geschäftsführer Karl Hochstetter sein aus
Zeiten von Karthago Reisen bekanntes Senegal-Programm «reaktiviert»,
wie er sagt, und ist auf den wöchentlichen Charterflug ab Basel nach
Dakar aufgesprungen. Die Kette endet am 17. April 2010. «Wenn wir um
die 200 Gäste pro Winter generieren können – Senegal ist ein reines
Winterprodukt –, sind wir zufrieden», formuliert Hochstetter sein Ziel.
Da er letztes Jahr seine Marketingaktivitäten anderweitig fokussieren
musste, werden es in diesem Auftaktjahr weniger Gäste sein: «Diese
Saison werden wir vielleicht 100 Pax erreichen. Das ist nicht
wahnsinnig viel, doch ist es bereits
erfreulich, weil es gesunde Produkte sind.»   

SAM