Zürich: Airlines sind sauer wegen neuen Gebühren (Ausgabe 2013-47)

Passagierbezogene Flugbetriebsgebühren sinken im Total. Die Airlines erwarten dennoch höhere Kosten.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das Gebührensystem und die Tarife für die Regulierungsdauer von 2014 bis 2017 am Flughafen Zürich verabschiedet. 

Dabei liegen die passagierbezogenen Flugbetriebsgebühren gesamthaft tiefer als bisher. Die Passagiergebühr selber erhöht sich, die Sicherheitsgebühr wird gesenkt. Der Rückgang ergibt sich aus der Sistierung des «Lärmfünflibers». 

Während der Flughafen den Entscheid als «Win-Win» wertet, sind die Airlines in Rage. Sie sehen im Entscheid eine Erhöhung: «Der Lärmfünfliber ist ein Passagierbeitrag zur Finanzierung von Lärmschutzmassnahmen des Flughafens, dessen Wegfall nichts mit den Gebühren für Leistungen des Flughafens zu tun hat», erklärt Max Hugi vom Board of Airline Representatives Schweiz, «damit wird ein falsches Argument in die Diskussion der Gebührensenkung gebracht.»

Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann führt aus: «Grundlage für den Entscheid ist die Bundesrats-Verordnung, an die sich das BAZL halten muss. Diese ist in verschiedenen Punkten stark zugunsten des Flughafens ausgestaltet und berücksichtigt die Interessen der anderen Partner in der Aviatik-Kette zu wenig.» Swiss will deswegen allenfalls Rechtsmittel ergreifen. 

Jean-Claude Raemy