
Die Rostocker Reederei hat erstmals einen digitalen Self-Check-in für sämtliche Gäste einer Kreuzfahrt im Rahmen eines Pilotprojekts erprobt.
Der Test fand am 23. Juli 2026 im Cruise Terminal Hamburg-Steinwerder für die Einschiffung auf die Aida Prima statt. Dafür standen 20 Self-Check-in-Terminals zur Verfügung, an denen Passagiere den Einschiffungsprozess eigenständig durchführen konnten.
Die Identitätsprüfung erfolgte über das Ausweisdokument in Kombination mit einem biometrischen Gesichtsabgleich. Parallel bleibt der klassische Check-in am Schalter weiterhin bestehen. Gäste können sich zudem bei Bedarf von Mitarbeitenden unterstützen lassen.

Das Pilotprojekt zeigt, wie digitale Self-Service-Technologien, die aus der Luftfahrt bekannt sind, auf die Kreuzfahrt übertragen werden können. Ziel ist eine effizientere Abfertigung der Passagiere sowie eine Entlastung der Check-in-Prozesse in den Terminals.
Entwickelt wurde das System gemeinsam mit Lufthansa Industry Solutions AS GmbH. Nach Angaben von AIDA dauerte die Entwicklung rund zwei Jahre.
Für den Einsatz in der Kreuzfahrt mussten unter anderem RFID-codierte Bordkarten integriert werden, die an Bord als Kabinenschlüssel und Zahlungsmittel dienen. Zudem wurde eine Anbindung an die schiffsspezifischen IT-Systeme geschaffen.
Aus Sicherheitsgründen wird beim Check-in ein aktuelles Foto des Gastes aufgenommen. Dieses wird mittels biometrischem Abgleich mit dem Foto des Ausweisdokuments verglichen und für die Dauer der Reise im Schiffssystem gespeichert.
Der Test befindet sich derzeit in einer Pilotphase am Cruise Center Hamburg-Steinwerder. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Bewertung eines möglichen weiteren Einsatzes der Technologie dienen. (TI)








