
Der angolanische Präsident João Manuel Gonçalves Lourenço hat eine öffentliche Investition in Höhe von 449 Mio. Euro für den Ausbau der touristischen Infrastruktur in mehreren Regionen des Landes bewilligt. Im Fokus stehen dabei unter anderem Cabo Ledo, Quicombo und Namibe. Mit dem Entscheid bekräftigt die Regierung ihren strategischen Ansatz, den Tourismus als Schlüsselbereich für wirtschaftliche Diversifizierung und nachhaltiges Wachstum zu positionieren.
Die Mittel fliessen in den Aufbau des Tourismusentwicklungsstandorts Cabo Ledo sowie in die Entwicklung eines landesweiten touristischen Küstenkorridors. Dieser erstreckt sich über mehrere Gebiete entlang der Atlantikküste, darunter die Pipas-Bucht bei Saco Mar, die Tômbwa-Bucht und die Três-Irmãos-Bucht in Moçâmedes sowie die Quicombo-Bucht in der Provinz Cuanza Sul. Vorgesehen sind Investitionen in Zufahrtsstrassen, Wasser- und Abwassersysteme, Strom- und Telekommunikationsnetze sowie in die öffentliche Beleuchtung.

Touristische Planung und räumliche Entwicklung
Die Projekte sind Teil des Programms ‘Planifica Turismo’, das Leitlinien für die touristische Planung und räumliche Entwicklung des Landes definiert. Ziel ist es, Erreichbarkeit, Sicherheit, urbane Funktionalität und die Attraktivität von Regionen mit hohem touristischem Potenzial zu verbessern. Damit sollen bessere Voraussetzungen für private Investitionen geschaffen werden.
Finanziert wird das Vorhaben durch externe Mittel der Mitsubishi UFJ Financial Group. Nach Angaben der Regierung habe insbesondere der Mangel an grundlegender Infrastruktur die touristische Erschliessung vieler Regionen trotz wachsendem Investoreninteresse bislang gebremst.

Das angolanische Tourismusministerium bestätigt, dass bereits mehrere nationale und internationale Investoren Interesse an Projekten in den betroffenen Gebieten signalisiert haben. Durch die gezielte öffentliche Vorleistung sollen Investitionshürden gesenkt, die Wettbewerbsfähigkeit der Destinationen gestärkt und eine nachhaltige Tourismusentwicklung ermöglicht werden. Erwartet werden zudem positive Effekte auf Beschäftigung, lokale Wirtschaftskreisläufe und die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung.
Mit der Investitionsentscheidung unterstreicht Angola seine Ambitionen als Standort für Tourismusinvestitionen. Nachdem das Land 2025 vom Global Tourism Forum als beste Destination für Tourismusinvestitionen ausgezeichnet wurde, sieht sich die Regierung in ihrem Kurs bestätigt, insbesondere die Küsten- und Strandregionen strategisch, nachhaltig und wettbewerbsfähig weiterzuentwickeln. (TI)








