Angola setzt auf Klettertourismus

Mit dem Climb Angola Festival will sich das Land als Destination für Abenteuertourismus etablieren.
Serra da Leba ©Robert Haidinger / Angola Tourism Board / Kleber Group

Vom 24. Juli bis 3. August 2026 findet in der angolanischen Provinz Huíla die dritte Ausgabe des Climb Angola Festivals statt. Die Veranstaltung hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem wichtigen Instrument entwickelt, um Angola als Destination für Abenteuer- und Klettertourismus international zu positionieren.

Im Zentrum des Festivals stehen die Klettergebiete rund um den Serra-da-Leba-Pass, wo inzwischen mehr als 100 erschlossene Routen zur Verfügung stehen. Daneben wurden im Rahmen der Initiative ‘Climb Angola’ weitere Kletterregionen erschlossen, darunter Pedras Negras de Pungo Andongo, Cabo Ledo, Cumbira II und Monte Luvili. Gemeinsam bieten sie Hunderte Routen auf Granit-, Sandstein- und Quarzitfelsen.

Neben dem Klettersport umfasst das Programm des Festivals Highlining, Workshops, das Erschliessen neuer Routen, Camping sowie Umwelt- und Kulturprojekte. Ein besonderer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit und der Einbindung lokaler Gemeinschaften.

Auch Umweltmassnahmen sind fester Bestandteil des Festivals. Bei den bisherigen Ausgaben wurden im Rahmen gemeinsamer Reinigungsaktionen an der Serra da Leba rund zwei Tonnen Abfall entfernt.

Mit dem Festival verfolgt Angola eine langfristige Tourismusstrategie. Das Land möchte sich verstärkt als Destination für authentische Natur- und Abenteuererlebnisse abseits der klassischen Reiserouten positionieren. Der Klettertourismus ergänzt dabei das bestehende Angebot mit Attraktionen wie den Kalandula-Wasserfällen, dem Iona-Nationalpark, der Namib-Wüste und der über 1600 Kilometer langen Atlantikküste. Nach Angaben des Tourismusministeriums stiegen die internationalen Ankünfte im Jahr 2025 um knapp 28%. (TI)