Aruba will am 1. Juli wieder öffnen

Eine Hygiene-Zertifizierung ist für alle touristischen Anbieter Pflicht.
© Aruba Tourism Authority

Reisen auf die Karibikinsel Aruba sollen voraussichtlich in Sommer wieder möglich sein: Der 1. Juli 2020 ist der vorläufige Stichtag für die Wieder-Öffnung der Grenzen. Bis dahin bereitet sich die Insel bestens auf die neue Realität im Tourismus vor. Als Grundlage dafür veröffentlichten die Tourismusbehörde von Aruba (A.T.A.) und das Gesundheitsministerium der Insel das neue Gütesiegel «Aruba Health & Happiness Code».

Das Zertifizierungsprogramm bestätigt die Einhaltung von Hygienestandards und ist für alle touristischen Unternehmen auf der Insel Pflicht. Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen sich alle touristischen Anbieter einer Prüfung durch das Ministerium für Inspektion und Hygiene unterziehen.

«Während wir uns darauf vorbereiten, unsere Grenzen wieder zu öffnen, ist es entscheidend, dass wir uns als Destination weiterentwickeln und innovativ handeln, um Einheimische und Besucher gleichermaßen zu schützen», so Danguillaume Oduber, Minister für Tourismus, öffentliche Gesundheit und Sport von Aruba. Die Zertifizierung biete Reisenden die Gewissheit, dass jedes Unternehmen alle nötigen Massnahmen ergreift, um Mitarbeitern und Gästen eine sichere Umgebung zu bieten. Alle touristischen Anbieter werden das Gütesiegel sichtbar anbringen, und auch auf der Website des Gesundheitsministeriums wird es veröffentlicht.

Zu den Massnahmen am Flughafen zählen beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen, Temperaturkontrollen, medizinisches Personal, Distanzmarkierungen, zusätzliche Schilder und Schutzvorrichtungen sowie obligatorische Schulungen für alle Mitarbeiter. Auch Taxis, öffentliche Transportmittel, Hotels, Lebensmittel- und Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Bars, Casinos oder Tourenanbieter unterliegen dem Code.

Die Aruba Hotel & Tourism Association hat einen Leitfaden für die Hotels erstellt, der die neuen Normen für bereits bestehende Reinigungsprotokolle in den Bereichen Gepäcktransport, Aufzugssicherheit, Housekeeping, Speise- und Getränkeservice sowie bei der Nutzung von Casinos darlegt. Konkrete Schutzmaßnahmen sind beispielsweise Plexiglasabsperrungen an der Rezeption, digitale Schlüssel, kontaktlose Check-In-Terminals und die gründliche Desinfektion aller öffentlichen Bereiche und Räume.

Diese neuen Protokolle zum Schutz von Reisenden und Einheimischen werden auch von Nationalparks und Sehenswürdigkeiten angewandt. Neben Touren, die Abstandsregelungen ermöglichen, wird es zum Beispiel im Arikok Nationalpark auch virtuelle Führungen geben. (TI)

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