Auf Warmwasserkreuzfahrt mit Wissenschaftlern

Hapag Lloyd Cruises verspricht nebst der Arktis nun auch im Indischen Ozean blicke hinter die Postkartenkulissen.
© Hapag-Lloyd Cruises/ Foto NiklasFaralisch

Mit Expeditionsreisen assoziert man im allgemeinen immer zuerst Kreuzfahrten ins antarktische Eis. Das muss aber nicht zwingend so sein.

Hapag Lloyd Cruises legt zehn Expeditionsreisen in den indischen Ozean auf. Mit kleinen Expeditionsschiffen und wissenschaftlicher Begleitung will der Anbieter eine Auseinandersetzung mit ökologischen, geologischen und kulturellen Zusammenhängen ermöglichen.

Die zehn Fahrten im Indischen Ozean ergänzen somit die etablierten Antarktis-Expeditionen somit um eine tropische Expeditionsachse.

Die neuen Destinationen sind die Seychellen und Madagaskar. «Wir blicken hinter die Postkartenmotive, erklären, wie Atolle entstehen, warum Madagaskars Tierwelt zu über 80% endemisch ist oder welche Rolle Mangroven-Ökosysteme im globalen Klimasystem spielen», fasst Isolde Susset, Managing Director Hapag-Lloyd Cruises, zusammen.

Wissensvermittlung als Kern des Expeditionskonzepts

Die zehn Warmwasser-Expeditionen der Hanseatic Nature sind als intensive Erlebnisreisen auf See konzipiert. Ein bis zu 16-köpfiges Expeditionsteam begleitet jede Reise – darunter Meeresbiologen, Ornithologen, Geologen, Ethnologen oder Botaniker. Vor und nach Anlandungen finden jeweils Briefings, Diskussionsrunden und Fachvorträge statt.

Im Aldabra-Atoll etwa, einem geschützten UNESCO-Weltnaturerbe, geht es um die Begegnung mit Riesenschildkröten – aber auch um die Einordnung isolierter Evolutionsprozesse und die Fragilität geschlossener Atollsysteme.

An Madagaskars Ost- und Nordküste stehen die Besonderheiten einer seit Jahrmillionen isolierten Flora und Fauna im Mittelpunkt. Auch Korallenriffe und Lagunensysteme der Seychellen werden sowohl besucht, als auch im Kontext mariner Biodiversität und globaler Klimadynamiken erklärt. (TI)