Branchencracks beurteilten Beinfreiheit im Ständeratssaal

Sie verglichen diese in etwa mit einem eng bestuhlten Economy-Sitz.
Walter Kunz vom SRV mit Nationalrätin Christa Markwalder im Nationalratssaal im Bundeshaus in Bern.

Der SRV Regionenanlass führte dieses Jahr in die Bundesstadt Bern. Dort empfing die wiedergewählte Berner FDP-Nationalrätin Christa Markwalder die rund sechzig Reiseprofis im Bundeshaus und nahm sie mit auf einen Rundgang durch die Wandelhalle sowie die Säle des grossen und kleinen Rates. Unter dem drei Tonnen schweren Kronleuchter im Ständeratssaal vermittelte Markwalder eloquent und kompetent Insiderwissen aus erster Hand. In den einstigen Tintenfässchen befinden sich heute Tasten für die elektronische Stimmabgabe, mit Kennermiene befanden die Branchencracks auch über die ständerätliche Beinfreiheit, die in etwa mit einem eng bestuhlten Economy-Sitz zu vergleichen ist. Im Nationalratssaal stellte Markwalder dann scherzhaft einen «leichten Linksdrall» aufgrund der zufällig gewählten Sitzplätze der Reiseprofis fest. Die Schwester von Karin Markwalder berichtete aus ihrem Amtsjahr als Nationalratspräsidentin, in dem sie sich zwar aus den Abstimmungen im Rat heraushalten, aber einige Stichentscheide fällen musste.

Und was ist eigentlich mit der Motion Markwalder?

Christa Markwalder ist eng mit der Reisbranche verbunden, die «Motion Markwalder» geht auf sie zurück. Das Gesetz soll regeln, wie Reisebüros ohne Kundengeldabsicherung sanktioniert werden sollen. Der Entwurf wurde zwar von beiden Räten angenommen, ist nun aber beim Verwaltungsgericht für die genaue Ausarbeitung hängig. Das Thomas Cook-Debakel hat nun – so berichten Insider aus dem Bundeshaus – die Diskussion um die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes wieder befeuert. (ET)

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