Brasilien erreicht erstmals acht Millionen ausländische Gäste

Das südamerikanische Land erreichte ein Plus von über 40% im Vergleich zum Vorjahr. Der neue Besucherrekord stehe vor allem für wirtschaftliche Dynamik im Land.
Die Anzeigetafeln 'Turistômetro' zeigen die aktuellen Touristen-Zahlen. ©Embratur

Brasilien hat einen historischen Meilenstein erreicht: Noch vor Ende November wurde die Marke von acht Millionen ausländischen Touristen überschritten, ein Plus von über 40% im Vergleich zum Vorjahr. Bis Jahresende sollen es gemäss der Brasilianischen Agentur für internationale Tourismusförderung Embratur neun Millionen sein.

Um dieses Wachstum sichtbar zu machen, liess Embratur zwei fünf Meter hohe elektronische Anzeigetafeln – die Turistômetro – am Strand von Copacabana in Rio de Janeiro und auf der Esplanada dos Ministérios in Brasília installieren. Die Anzeigetafeln informieren in Echtzeit über die Zahl der internationalen Ankünfte.

Schaffung von Arbeitsplätzen 
Marcel Freixo ©Embatur

Der neue Besucherrekord stehe für soziale und wirtschaftliche Dynamik im Land. «Brasilien hat die Marke von acht Millionen internationalen Touristen noch nie erreicht – und steuert nun innerhalb eines einzigen Jahres auf neun Millionen zu», kommentiert Freixo.

Entscheidend sei dabei die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen. Der internationale Tourismus trägt derzeit rund 8% zum brasilianischen BIP bei. Allein im ersten Halbjahr 2025 entstanden im Sektor mehr als 114’000 formelle Arbeitsplätze.

Starker wirtschaftlicher Impuls für Brasilien

Von Januar bis Oktober 2025 gaben ausländische Besucher laut Angaben der brasilianischen Zentralbank insgesamt 6,6 Milliarden US-Dollar im Land aus. Das entspricht einem Wachstum von rund 10% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024, als die Einnahmen rund 6 Milliarden US-Dollar erreichten.

«Der internationale Tourismus gehört zu den Bereichen, die am stärksten Geld in unsere Wirtschaft pumpen. Die Ausgaben ausländischer Besucher fliessen durch die gesamte touristische Wertschöpfungskette, stärken Unternehmen, beleben Dienstleistungen und sorgen für sozialen Fortschritt in Tausenden brasilianischen Familien», betont Freixo. (TI)