
Brasilien will seine Rolle als führende MICE-Destination in Lateinamerika weiter stärken und präsentiert sich deshalb noch bis zum 21. Mai an der IMEX Frankfurt. Mit einem eigenen Stand und 22 Mitausstellern setzt das Land auf den Ausbau internationaler Geschäftsmöglichkeiten im Segment Meetings, Incentives, Conferences and Exhibitions (MICE).
Vertreten sind unter anderem Reiseveranstalter, Hotels, Convention Bureaus, Fluggesellschaften sowie Destinationen wie Rio de Janeiro, Salvador, Amazonas oder Foz do Iguaçu. Im Zentrum stehen die Akquise internationaler Kongresse, Incentive-Reisen und Corporate Groups sowie die gezielte Positionierung brasilianischer Städte anhand ihrer wirtschaftlichen Stärken.
Der globale MICE-Markt gilt als wichtiger Wachstumstreiber im internationalen Tourismus. Laut Fortune Business Insights soll das Marktvolumen bis 2034 auf über 3 Billionen US-Dollar anwachsen. Auch in Südamerika wächst der Sektor stark. Für 2026 werden Umsätze von rund 63,6 Milliarden US-Dollar erwartet.
Brasilien verweist dabei auf seine ausgebaute touristische Infrastruktur mit modernen Kongresszentren, wachsendem Flugnetz und hochwertiger Hotellerie.
«Grosse internationale Veranstaltungen nach Brasilien zu holen bedeutet, Tourismuspromotion in Entwicklungspolitik zu verwandeln. Geschäftsreisende geben bis zu dreimal mehr aus als Ferienreisende, nutzen qualifiziertere Dienstleistungen und können ihren Aufenthalt im Land verlängern, indem sie berufliche Termine mit Kultur-, Gastronomie- und Wellnesserlebnissen verbinden. Es handelt sich um einen Markt, der Regionen stärkt und Chancen auf verschiedene Landesteile verteilt», betont Bruno Reis, Präsident von Embratur.
Im Einklang mit dem Plano Brasis – Internationaler Tourismusmarketingplan 2025–2027 wurde Brasiliens Vorgehen auf Grundlage von Marktintelligenz, technischer Unterstützung, Präsenz auf internationalen Fachmessen und enger Abstimmung mit Convention Bureaus, Branchenverbänden, Vereinigungen und globalen Veranstaltungsorganisatoren strukturiert.
Eines der wichtigsten Instrumente dieser Strategie ist die Plattform Visit Brasil MICE Map. Sie hilft dabei, brasilianische Destinationen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Profile, ihrer Infrastruktur und ihrer Kapazitäten für Veranstaltungen in strategischen Sektoren zu positionieren.
Europa ist Prioritätsmarkt
Europa zählt für Brasilien zu den wichtigsten Quellmärkten. Im ersten Quartal 2026 stiegen die Ankünfte aus Europa um 23%. Um die Mobilität innerhalb des Landes zu fördern, ermöglicht der von Azul in Partnerschaft mit Visit Brasil entwickelte Brasil Airpass, Inlandsflüge zu einem einheitlichen Tarif zu kombinieren. Dadurch werden Besucherinnen und Besucher dazu ermutigt, auf einer Reise mehrere brasilianische Destinationen kennenzulernen.
Parallel investiert Brasilien auch in die Weiterbildung des internationalen Reisevertriebs. Über die Plattform ‘Brasil Travel Specialist’ können sich Reiseprofis weiterbilden und von speziellen Angeboten profitieren. (TI)








