Bundesrat schlägt vor: Homeoffice verlängern, Zertifikat verkürzen

Der Bundesrat will die Homeoffice Pflicht bis Ende März verlängern und, dass das Covid-Zertifikat nur noch neun Monate gültig bleibt.
Bundesrat Guy Parmelin, Bundesrat Alain Berset (Vizepräsident), Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Bundesrätin Viola Amherd, Bundeskanzler Walter Thurnherr, Bundesrat Ueli Maurer, Bundespräsident Ignazio Cassis, Bundesrätin Karin Keller-Sutter. © Stefano Spinelli

In seiner Medieninformation vom 12. Januar 2022 verkündet der Bundesrat die neuesten Massnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie und aufgrund der hohen Fallzahlen wegen der Omikron-Variante.

Die guten Nachrichten sind, dass die Hospitalisierungen und die Auslastung der Intensivstationen trotz hoher Infektionsraten stabil bleiben oder sogar leicht abnehmen. Die Omikron-Variante hat eine hohe Virulenz, jedoch ist die Inkubationszeit, d.h. die Dauer von Ansteckung bis zu den ersten Symptomen, kürzer als bei den früheren Varianten. Deshalb verkürzt der Bundesrat die Dauer von Isolation und Quarantäne auf fünf Tage.

Die für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben schlechten Nachrichten sind aber die geplante Verlängerung der aktuell bestehenden Massnahmen, insbesondere der Homeoffice-Pflicht bis Ende März 2022 und die Verkürzung der Gültigkeit der Covid-Zertifikate auf 270 Tage ab dem letzten Impfdatum (Zweitimpfung oder Booster). Vor allem auch letztere Massnahme kann Auswirkungen auf das Buchungsverhalten, insbesondere für die zweite Jahreshälfte, haben.

Die Verlängerung der Homeoffice-Pflicht stellt die Wirtschaft und auch die Reisebranche weiter vor organisatorische Herausforderungen. Entsprechend lehnt der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) diese Verlängerung, welche in vielen Branchen nicht durchsetzbar ist, ab.

Beide vorgeschlagenen Massnahmen sind bis am 17. Januar 2022 in Konsultation bei den Kantonen. Voraussichtlich werden sie an der Bundesratssitzung vom 26. Januar 2022 definitiv entschieden und ab 1. Februar 2022 in Kraft gesetzt.

(Hans-Peter Brasser)