
Trumps Vorschlag, dass ausländische Reisende die Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre offenlegen müssen, um in die USA einreisen zu dürfen, trifft auf Widerstand. Auch die Geschäftsreisebranche in Europa hat sich dagegen ausgesprochen.
192 Teilnehmende haben an der Umfrage der Business Travel Show Europe (April 2026) teilgenommen. 60% der Umfrageteilnehmenden waren Einkäufer*innen, Manager oder Buchungsverantwortliche für Geschäftsreisen.
Die Daten zeigen: Nur 2,5% der Geschäftsreiseexpert*innen sind der Meinung, die USA sollten berechtigt sein, diese Informationen anzufordern. Weitere 0,84% stimmen dem Grundsatz nach zu – allerdings nur, wenn die Regelung ausschliesslich für Touristen gelten würde.
Demgegenüber lehnen 85% der Fachleute für Geschäftsreisen den Vorschlag grundsätzlich ab. Innerhalb dieser Gruppe sind die Meinungen darüber, ob die Massnahme letztlich tatsächlich umgesetzt wird, etwa gleichmässig verteilt.
Massnahmen bei Umsetzung
Sollte die Trump-Regierung den Vorschlag tatsächlich gesetzlich verankern, will eine Mehrheit der Umfrageteilnehmenden USA-Geschäftsreisen zurückschrauben:
- 41,18% der Unternehmen würden weniger Mitarbeitende in die USA entsenden.
- 16,81% würden verstärkt auf Videokonferenzen setzen.
- 18,49% erwarten keine Auswirkungen auf ihr Reiseprogramm.
Die Ergebnisse verdeutlichen die zunehmenden Bedenken hinsichtlich Datenschutz und des zusätzlichen Verwaltungsaufwands, den eine solche Anforderung für Teams im Bereich internationale Mitarbeitermobilität verursachen könnte.
Louis Magliaro, Executive Vice President der BTN Group, sagt: «Geschäftsreisende müssen bereits heute komplexe Visa-Verfahren, Sicherheitskontrollen und Compliance-Anforderungen bewältigen. Die verpflichtende Offenlegung persönlicher Social-Media-Historien würde zusätzliche Bürokratie schaffen – zu einer Zeit, in der Travel Manager ohnehin unter Druck stehen, effizienter zu arbeiten, Kosten zu senken und das Wohlbefinden der Reisenden zu verbessern.» (Business Traveltip)








