Trauen Sie Ihren Augen nicht – Spesenbetrug mit KI

Anbieter von Spesenmanagement-Lösungen stellen Besorgnis erregende viele von KI gefälschte Spesenbelege fest.
Spesenbelege werden immer häufiger mit KI gefälscht ©Fin/Unsplash

Die KI ist eine Hilfe für alles, auch für Betrug. Anbieter von Spesenmanagement – Anwendungen stellen einen Besorgnis erregenden Trend fest. Immer häufiger werden von KI gefälschte oder von KI generierte Spesenbelege eingereicht, was mit blossem Auge nicht erkennbar ist.

Spesenbetrug ist ein heikles Thema. Jeder weiss, dass es nicht rechtens ist und trotzdem wird es gemacht. Zudem stellt niemand gerne einen Mitarbeiter an den Pranger und muss gleichzeitig zugeben, dass interne Kontrollen nicht auf der Höhe sind.

Fake-Belege tauchen häufiger auf

Laut einer von der Financial Times zitierten Studie von SAP Concur glauben 70% der befragten Finanzchefs, dass KI zur Fälschung von Spesenabrechnungen von Mitarbeitenden bereits genutzt wird und 10% sind überzeugt, dass dies in ihrem Unternehmen bereits geschieht.

Weitere Daten, beispielsweise von der Fintech-Firma AppZen, belegen, dass mit KI gefälschte Spesenbelege 2025 14% aller betrügerische Dokumente ausmachen. Die Fintech-Firma Ramp deckte in einem Zeitraum von 90 Tagen gefälschte Belege im Wert von über einer Million US-Dollar auf.

«Diese Belege sind so gut geworden, dass wir unseren Kunden sagen, dass sie ihren Augen nicht trauen sollen», sagt Chris Juneau, Senior Vice President SAP Concur.

Jeder kann Bilder verändern

Aufgrund der schnellen Entwicklung und hohen Benutzerfreundlichkeit von der Bildgenerierungssoftware von OpenAi und Google können realistische Bilder von Spesenbelegen mit zerknittertem Papier und Unterschriften erzeugt werden. Solche Belegs sind von blossem Auge nicht als falsch erkennbar und man schätzt, dass US-Unternehmen im vergangenen Jahr deshalb im Schnitt USD 50’000′ verloren haben. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass diese Gefahr zunimmt.

KI gegen KI

‘Das Feuer mit Feuer bekämpfen’ ist eine Methode um diesen Betrug zu bekämpfen. KI-Anwendungen können durch das Scannen von Bildmetadaten, den Vergleich mit Originaldokumenten des selben Dienstleisters und der Analyse von Kontextinformationen selbst geringfügige Unterschiede in Schriftart oder Zeilenabstand erkennen.

Anbieter von Spesenmanagement-Anwendungen setzen auch auf die Erkennung verdächtiger Muster, wofür KI besonders geeignet ist. Wenn Ausgaben nicht dem Kalender oder der Position des Mitarbeitenden entsprechen, werden sie einer zusätzlichen Kontrolle unterzogen. Diese sucht nach Mustern die darauf hindeuten, dass sie von KI erstellt wurden, beispielsweise wenn auf einem Restaurantbeleg immer das selbe Gericht oder der selbe Name der Bedienung erscheint. (Business Traveltip)

 

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