Eine Smeralda für Costa Cruises

Gestern Mittwoch fand auf der Meyer Werft in Turku der Stahlschnitt des neuen Costa-Schiffes statt. TI war live mit dabei.

Präsident Neil Palomba legte gleich selbst Hand an und führte den Stahlschnitt in der Meyer Werft in Turku durch. Für die italienisch-europäische Allround-Reederei Costa Cruises ist es der Auftakt zum Bau von zwei neuen Schiffen.

Es sei ein emotionaler Moment, meinte Palomba nach getaner Arbeit. Die Smeralda wird das erste Schiff der Costa-Flotte sein, das mit dem umweltfreundlicheren Treibstoff Flüssiggas (LNG – Liquified Natural Gas) betrieben werden wird. Mehrmals wurde bei der Pressekonferenz in der Meyer Werft in Turku erwähnt, dass die Umstellung von Schiffsdiesel auf LNG hinsichtlich Abgasemissionen viele Vorteile biete. Diesen sind laut Reederei keine Schwefeldioxidemissionen mehr, ca. 25 % weniger Kohlendioxidausstoss, ca. 85 % weniger Stickoxide und ca. 95 % weniger Feinstaub. Für die Treibstofflieferungen wurde ein Vertrag mit Shell unterzeichnet. Eines der momentan grössten Probleme von LNG: Es fehlt die Infrastruktur, damit der Treibstoff überall auf der Welt für die Schiffe verfügbar ist. Derzeit ist man aber daran, Gasbunkeranlagen und Terminals für den Einsatz von LNG zu entwickeln. Zudem besteht die Möglichkeit, den Treibstoff mittels Bunkerschiffen, die übrigens hauptsächlich mit LNG betrieben werden, zu transportieren. Jan Meyer, CEO von Meyer Turku, zeigte sich erfreut, dass man die Erfahrung in den Bau der LNG-Passagierschiffe einbringen zu konnte.

Im Rahmen der Stahlschnitt-Zeremonie wurde auch gleich der Name des künftigen Flaggschiffes bekannt gegeben: Costa Smeralda. Der Name ist durch ein partnerschaftliches Abkommen zwischen Costa Crociere und dem Costa Smeralda Konsortium entstanden, das sich um die touristische Entwicklung, Förderung und Vermarktung der berühmten Costa Smeralda in Sardinien kümmert. Das Schiff fasst rund 180’000 BRZ, bietet bei 2612 Kabinen Platz für maximal 6518 Passagiere und soll im Oktober 2019 in Dienst gestellt werden. Die Lieferung des baugleichen Schwesterschiffes ist für 2021 geplant. Der Buchungsstart für die ersten Reisen der Costa Smeralda im Mittelmeer ist Anfang 2018 geplant.

Am Vortag des Stahlschnitts ging es zudem noch zur Kabinenbesichtigung nach Pikkio. Dort stellte Adam D. Tihany, Designer & Creative Director, das neue Innenleben vor. Natürlich wollte man dem Motto Italy’s Finest gerecht werden. So gibt es in den Kabinen etwa Bilder von wohlbekannten Stadtansichten. Dies gepaart mit warmen Farben. Weggekommen ist man bei Costa vom extravaganten «Las-Vegas-Style». Kommt dazu, dass jedes Deck einer Stadt gewidmet ist, so etwa Rom, Florenz oder Mailand. (FAE)

Fakts zum Schiff:
Auslieferung: 2019
Werft: Meyer Turku Oy
Flagge: Italien
Länge: 337 Meter
Breite: 42 Meter
Tiefgang: 8,8 Meter
BRZ: 182’700
Anzahl Kabinen: 2612
Anzahl Unterbetten: 5,224
Total Passagiere: 6,518
Balkonkabinenanteil: 63.7%
Total Crew: 1,682

 

 

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