Keine USA-Kreuzfahrten bis September

Vorläufig wird noch nichts mit dem Comeback der Kreuzfahrten in den USA. Die CLIA-Reedereien verschieben den Neustart in den Herbst hinein.
Vorläufig noch kein Auslaufen für die Cruiseliner aus dem Hafen von Miami.

Noch gilt in den USA, dem weitaus wichtigsten Cruise-Markt der Welt, bis 24. Juli eine offizielle «No Sail Order» der US-Gesundheitsbehörde CDC für Schiffe mit mehr als 250 Personen (Passagiere und Crew). Nun ist die Industrie-Lobby CLIA (Cruise Lines International Association) einer möglichen Verlängerung dieses Cruise-Verbots zuvorgekommen und hat ihrerseits erklärt, dass die Reederei-Mitglieder freiwillig bis 15. September auf Fahrten ab US-Häfen verzichten. Dies betrifft weitgehend alle relevanten Kreuzfahrtgesellschaften inklusive die grossen Konglomerate Carnival Corporation, Royal Caribbean Cruises und Norwegian Holdings mit ihren verschiedenen Marken.

Bis anhin planten einige Reedereien bereits im August einen sachten Neustart. Andere waren aber bereits zuvor weniger optimistisch und haben ihr Comeback im Hinblick auf die wichtige Karibik-Wintersaison auf Oktober oder November verlegt. Nicht vom Cruise-Ban betroffen sind kleinere Küsten- und Flussschiffe, die bereits ab Juli wieder gewisse Aktivitäten aufnehmen – vorläufig allerdings nur für den Heimmarkt, denn die US-Grenzen sind derzeit für Besucher noch zu. Auch Kanada erlaubt noch keine touristischen Einreisen und verbietet zudem das Anlegen von Cruiselinern bis Ende Oktober. Das bedeutet mehr oder weniger das definitive Aus für die Alaska- und Indian-Summer-Saison grosser Schiffe.

Ein Überblick über den Neustart der Hochsee-Kreuzfahrten in Europa und weltweit finden Sie in der Print-Ausgabe von TRAVEL INSIDE vom nächsten Donnerstag.

(Beat Eichenberger)