Kreuzfahrtschiffe bringen Hilfsgüter auf die Bahamas

Amerikanische Reedereien leisten Soforthilfe.
Norwegian Breakaway

Norwegian Cruise Line Holdings hat in Zusammenarbeit mit der NGO «All Hands and Hearts» eine Hilfskampagne für die Hurrikan-Opfer auf den Bahamas gestartet. Dabei werden mindestens USD 1 Million für die sofortige Hilfe und den Wiederaufbau bereitgestellt. Zudem wird die Norwegian Breakaway (Bild) heute den Hafen Miami mit Hurrikan-Hilfsgütern an Bord verlassen, wie das Kreuzfahrtportal «Seatrade Cruise News» berichtet. Die Waren wurden von dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern gespendet sowie von der Stadt Miami, der Baptist Health South Florida, der 305 Gives Back Foundation und anderen in Miami ansässigen Organisationen. Das Schiff nimmt Kurs auf Nassau, Great Harbor Cay und die Privatinsel des Unternehmens, Great Stirrup Cay.

«Unsere Herzen sind schwer, nachdem wir die Auswirkungen und die Verwüstungen des Hurrikans Dorian auf den Bahamas gesehen haben», sagte Frank Del Rio, Präsident und CEO von NCLH, der Muttergesellschaft von Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises. Der Konzern sei seit über 50 Jahren auf diesen Inseln unterwegs und wolle sich auch in diesen schweren Zeiten für die Region engagieren. Er versprach, alle gesammelten Spenden zur Unterstützung des Wiederaufbaus des Landes zu verwenden.

Zahl der Todesopfer auf zwanzig gestiegen

Auch Royal Caribbean Cruises leistet Soforthilfe: Die Schiffe des Unternehmens werden mit verschiedenen Gütern beladen – Generatoren, Wasser, Reinigungsmittel, saubere Laken, Handtücher und mehr – zur direkten Lieferung auf die Bahamas und entspricht USD 1 Million an Hilfsgeldern. Auch die Carnival Foundation und die Micky and Madeleine Arison Family Foundation haben USD 2 Millionen an Geldern und Sachleistungen für die Hilfsmassnahmen zugesagt.

Der Wirbelsturm der höchsten Gefahrenstufe hat zwei Tage auf den Bahamas gewütet und grosse Zerstörung hinterlassen. Die Zahl der Toten ist nach offiziellen Angaben auf 20 gestiegen. Mindestens 17 Menschen seien auf der Insel Abaco gestorben, drei auf Grand Bahama, sagte Gesundheitsminister Duane Sands. Die Rettungseinsätze sowie die Suche nach möglichen weiteren Opfern in überschwemmten Häusern habe gerade erste begonnen, fügte er hinzu. (TI)

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