MSC Cruises wird auf Schadenersatz verklagt

Die MSC Opera knallte letzten Sommer in Venedig in ein britisches Flusskreuzfahrtschiff.
©Youtube/Gabriele Cavicchini

Wir erinnern uns: Im Juni kam es in Venedig zu einem Beinahe-Crash der MSC Opera mit einem Flusskreuzfahrtschiff der britischen Firma Uniworld. Nun hat Uniworld beim obersten britischen Gerichtshof eine Klage gegen MSC Cruises eingereicht, wie diverse britische Medien berichten.

Der Flussreisenanbieter klagt auf Schadenersatz und macht einen Verlust von schätzungsweise EUR 11,5 Mio. geltend, der neben Rückerstattungen an die Kunden auch entgangene Einnahmen und das Zurückbehalten von Kommissionen beinhaltet. Diese geschätzte Zahl schliesse weitere potenzielle Ansprüche von Kunden und damit verbundenen Schäden aus. Abgesehen von den schweren Schäden am Schiff musste Uniworld 14 Reisen absagen – mitten in der Hochsaison.

Gespräche mit MSC Cruises blieben ergebnislos, sagte Ellen Bettridge, CEO und Präsidentin von Uniworld. «Wir gehen nicht gern vor Gericht, waren aber aufgrund der Blockade und der Verzögerungen durch MSC Cruises und seine Vertreter dazu gezwungen – auch nach Erhalt eines Garantieschreibens ihrer eigenen Versicherungsagentur in Westengland. Wir erwarten mehr und Besseres von einem Kollegen aus der Kreuzfahrtindustrie und bedauern, dass wir vor Gericht gehen müssen, um angemessene Abhilfe zu schaffen», sagte Bettridge gegenüber Travelmole.

Die Untersuchung des Vorfalls von den italienischen Behörden ist noch nicht abgeschlossen. MSC gab damals technische Probleme an, die zum Unfall führten. (TI)

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