Studie untersucht Wertschöpfungskette von Flusskreuzfahrten

Flusskreuzfahrtpassagiere geben rund 29 Schweizer Franken pro Person und Landgang aus.
zVg

Flusskreuzfahrtpassagiere sind in hochfrequentierten Häfen nicht immer beliebt, weil dieser Tourismuszweig keinen Umsatz an Land macht. Nun wollen die IG River Cruise und die ARGE Donau Österreich anhand einer Studie belegen, dass auch Gemeinden und Städte, die von Flusskreuzfahrtschiffen angelaufen werden, von diesen Touristenströmen profitieren. Natürlich würden sich Kreuzfahrtgäste grundsätzlich auf ihren Schiffen verpflegen und auch dort nächtigen. Die Resultate der Wertschöpfungskette im Auftrag der ARGE Donau Österreich können unter dem neuen «River Cruise Directory» (Download unter www.igrivercruise.com) eingesehen werden. Dort wurde untersucht, wieviel Geld die Schiffstouristen auf ihren Reisen an Land ausgeben und auch wofür. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Nettoumsätze – nur alleine auf dem Streckenabschnitt zwischen Regensburg und Wien – umgerechnet mindestens CHF 120,6 Millionen der untersuchten Zeitspanne betragen haben. Dieser Umsatz generiert einen sogenannten «Kaufkraftzufluss» in der Höhe von umgerechnet rund CHF 44,8 Millionen direkte Wertschöpfung für die Region.

Ausgaben für Ausflüge, Taxis und Konsumgüter

Die Touristen geben Geld aus für Ausflüge, Zwischenverpflegungen, Taxis und Shuttles, Konsumgüter (Souvenirs, Schmuck, Uhren, Bekleidung und Schuhe). Sie werden vor dem Einsteigen und zum Teil auch nach der Reise in Hotels in der Region untergebracht und bezahlen Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten. In der Regel geben sie umgerechnet rund CHF 29.50 pro Person und Landgang aus. Dazu kommen die Gebühren für die Anlandung der Schiffe, der Einkauf von Strom und die Kosten für Müllabfuhr. Weitere Nutzniesser sind touristische Anbieter (Veloverleih, Gästebetreuung etc.) oder auch Künstlergruppen (Musik, Folklore, Handwerk), die teilweise auf die Schiffe kommen um dort aufzutreten. Die IG River Cruise sei sich «dankbar bewusst, dass all diese Umsätze nur dann entstehen können, wenn die lokale Bevölkerung die Schiffe und ihre Gäste aufnehmen und ihre Produkte und Dienstleistungen wirksam anbieten», wie die Interessengemeinschaft schreibt. (TI)

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