Uwe Mohr: «Die Reisebüros sind sehr wichtig»

Im Interview mit «Travel Talk» äussert sich der Aida-Vertriebschef über den Absatz der neuen Aida Nova, die Preisentwicklung und die Bedeutung der Reisebüros im Vertriebsmix.
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Der Vertriebschef von Aida Cruises, Uwe Mohr, freut sich im Interview mit «Travel Talk», dass bereits mehr als 4000 Agenten im Rahmen verschiedener Veranstaltungen an Bord die neue «Aida Nova» besichtigt hätten, wodurch es gelungen sei, gewisse Vorbehalte im Vertrieb abzubauen. Eine Kritik sei zum Beispiel gewesen, dass die Nova zu gross sei. «Grösse muss aber nicht zwingend ein Problem sein», hält Mohr entgegen. Sie bedeute ja auch mehr Vielfalt und mehr Platz für die Gäste.

Kein Preisproblem im Kreuzfahrtmarkt

Zudem widerspricht Mohr dem Eindruck, Aida Cruises könne ihr neues Schiff nur über niedrige Preise füllen. «Über die gesamte Flotte gesehen bedeutet die Nova 20 Prozent mehr Kapazität», und diese würden sich über verschiedene Preisklassen verteilen. Der Premiumanteil über die gesamte Flotte sei sehr stabil, «ist über die vergangenen vier, fünf Jahre sogar noch gestiegen.» Mohr: «Insgesamt haben weder wir noch der Kreuzfahrtmarkt insgesamt ein Preisproblem.»

Zweistellig im Plus

Aida Cruises weise dieses Jahr ein zweistelliges Wachstum aus, alle Vertriebskanäle lägen  zweistellig im Plus – auch die Reisebüros. «Die Reisebüros sind für uns zweifellos der wichtigste Vertriebskanal überhaupt – und werden es auch bleiben.» Das läge nicht allein an der Zahl der Gäste, die sie brächten. Vielmehr würden Reisebüros im Schnitt auch deutlich hochpreisiger verkaufen. Und sie würden überdurchschnittlich viele Neukunden bringen. Mohr: «Deshalb ist es uns ganz wichtig, diesen Vertriebskanal auch entsprechend zu fördern.» (TI)

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